CORONAVIRUS

In MV-Kliniken werden Blutspenden knapp

Die Blutspenden in den Unikliniken Greifswald und Rostock werden knapp. Die Ausbreitung des Coronavirus schreckt Spender in ganz Deutschland ab.
dpa
Die Zahl der Blutspender geht angesichts des Coronavirus zurück. Dabei besteht bei den Spendeterminen kein erhöhtes
Die Zahl der Blutspender geht angesichts des Coronavirus zurück. Dabei besteht bei den Spendeterminen kein erhöhtes Infektionsrisiko, sagen Experten. Kai Remmers
Rostock.

Die Unikliniken Greifswald und Rostock leiden wegen der raschen Ausbreitung des Coronavirus unter einem Mangel an Blutspendern. Dabei wird Blut nach Ansicht von Andreas Greinacher, Chef der Abteilung für Transfusionsmedizin an der Universitätsmedizin Greifswald, nicht nur punktuell, sondern in ganz Deutschland knapp.

Deshalb sei es wichtig, dass die Kliniken genügend Blut aus ihrer Region erhalten und sich selbst versorgen können. Die Spenderzahlen hätten sich in den vergangenen Wochen halbiert, sagte ein Sprecher.

+++ Diese Veranstaltungen fallen wegen des Coronavirus aus.+++

Wenn es richtig knapp wird, werde keine Klinik laut Greinacher die Möglichkeit haben, sich aus anderen Regionen Blut zu besorgen. Deshalb gehe jetzt die Universitätsmedizin auf ihre Mitarbeiter mit der Bitte zu, ihr zur Seite zu stehen.

 

Coronavirus nicht der einzige Grund

Für den Chef des Instituts für Transfusionsmedizin an der Unimedizin Rostock, Volker Kiefel, ist das Coronavirus möglicherweise nicht der einzige Grund für die Verknappung. Er zieht die gleichfalls grassierenden grippalen Infekte, aber auch die wegen der Semesterferien geringere Zahl von Studenten in Betracht.

Auch das Deutsche Rote Kreuz appellierte an Blutspender, nicht aus Furcht vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus auf das Spenden zu verzichten. Beim DRK-Blutspendedienst Nord-Ost komme es derzeit zu einem verstärkten Rückgang der Spenderzahlen, hieß es. Hintergrund sei die Corona-Epidemie, aber auch die jahreszeitlich bedingte Zunahme von Erkältungs- und Influenzaerkrankungen.

Kiefel verwies darauf, dass Spender nach einem Aufenthalt in einer Risikoregion oder nach Kontakt mit infizierten Patienten für vier Wochen von der Spende zurückgestellt sind. Auch nach vollständiger Genesung nach einer gesicherten Infektion mit dem Coronavirus würden Spender für acht Wochen von der Spende zurückgestellt.

Mehr lesen: Coronavirus in MV – Was Sie jetzt beachten müssen.

In Mecklenburg-Vorpommern werde Testzentren eingerichtet. Ein Patient, der befürchtet, mit dem Coronavirus infiziert zu sein, soll sich zunächst bei seinem Hausarzt telefonisch melden. Der Arzt prüfe dann, ob ein begründeter Verdachtsfall vorliegt. Anschließend solle der Patient auf Weisung des Arztes in ein Abstrichzentrum gehen. Hier befinden sich die Testzentren:

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