Wetter

In MV und Brandenburg drohen Staubstürme

Nach dem langen Osterwochenende droht das schöne Wetter seine Schattenseite zu zeigen: In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg könnte es zu Staubstürmen kommen!
Leander Löwe Leander Löwe
Bei einer Massenkarambolage im Sandsturm auf der A19 im Jahr 2011 kamen acht Menschen ums Leben (Archivbild).
Bei einer Massenkarambolage im Sandsturm auf der A19 im Jahr 2011 kamen acht Menschen ums Leben (Archivbild). Bernd Wüstneck
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Neubrandenburg.

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Aktualisierung: Bei Wolgast hat am Dienstag ein Sandsturm eine Straße in eine Wüstenlandschaft verwandelt.
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Die lange Trockenheit hat nicht nur die Waldbrandgefahr in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg auf für die Jahreszeit ungewöhnlich hohen Stufen getrieben, am Dienstag droht noch eine zusätzliche Gefahr: Der Wind kann in Böen auch Sturmstärke erreichen. Der Sturm am Dienstag hat bereits für mehrere Schäden in Waren gesorgt. Bis zu Stärke acht sind vorausgesagt, was bei den derzeitigen Bedingungen ausreichend ist, um in freien Lagen ganz erhebliche Mengen von Staub und Sand aufzuwirbeln.

Gefahr droht insbesondere entlang der großen Maisschläge. Dort wird in diesen Tagen gerade die Saat ausgebracht, es gibt also noch keine schützende Vegetation, die den Boden festhalten könnte. Unvergessen bei vielen ist die große Sandsturmkatastrophe vor acht Jahren auf der A19 bei Kavelstorf in der Nähe von Rostock. Damals krachten in einen Staubsturm 80 Fahrzeuge ineinander. Acht Menschen kamen dabei ums Leben, mehr als 100 wurden verletzt.

Tödliche Motorradunfälle

Aber auch ganz ohne diese Gefahren gab es über die Ostertage auf deutschen Straßen furchtbare Unfälle. Insbesondere Motorradfahrer wurden dabei zu Opfer. Tödliche Motorradunfälle meldete die Polizei aus Kirchen (Rheinland-Pfalz), Elbingerode und Quedlinburg (Sachsen-Anhalt), Posthausen (Niedersachsen), Essen (Nordrhein-Westfalen), Schwanau, Geislingen und Rechberghausen (Baden-Württemberg) und Bibergemünd sowie dem Frankfurter Raum (Hessen). Schwere Unfälle gab es aber auch in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Hier mussten zum Glück aber keine Toten beklagt werden.

Stau und Unfälle in MV

Gegen solche Tragödien verblasste der ganz normale Feiertags-Frust auf den Straßen – für die Betroffenen war es aber dennoch eine harte Prüfung. Insbesondere auf der A20 bei Tribsees gab es rund um die Behelfsbrücke für die abgesackte Autobahn immer wieder Staus. Am Ostermontag konnte man schnell mal zwei Stunden verlieren. Wer diese Problemstelle auf der Bundesstraße 105 umfahren wollte, hatte die Rechnung ohne die Verkehrsplaner im Land gemacht – in Ribnitz-Damgarten ist die Bundesstraße voll gesperrt.

Viel Zeit verloren Reisende auch auf der A19 nach einem Busunfall. Für die Bergung musste die Autobahn für den Verkehr voll gesperrt werden. Eine Vollsperrung gab es auch auf der A11 zwischen Schmölln und Penkun. Dort hatte ein Volvo Feuer gefangen.