Torsten Renz: „Es kann nicht sein, dass bei Heimspielen des F.C. Hansa Rostock wiederholt Banner gezeigt werden, mit den
Torsten Renz: „Es kann nicht sein, dass bei Heimspielen des F.C. Hansa Rostock wiederholt Banner gezeigt werden, mit denen man verstorbene Polizisten verunglimpft und trauernden Familien zusätzlichen Schmerz zugefügt.” (Symbolbild) Peter Krüger
Hansa Rostock

Innenminister entsetzt über pietätloses Banner im Ostseestadion

„Unfassbar, pietätlos und menschenverachtend”, so beschreibt MV-Innenminister Torsten Renz das Banner, welches beim Hansa-Spiel im Rostocker Ostseestadion gezeigt wurde.
Rostock

Wie das Ministerium für Inneres und Europa Mecklenburg-Vorpommern am Montag mitteilte, soll während des Heimspiels des F.C. Hansa Rostock auf der Südtribüne ein Banner gezeigt worden sein, welches sich respektlos und abfällig auf den Tod eines jungen Polizeibeamten aus Hamburg bezieht. Der Polizist war bei einer Übung in MV gestorben.

MV-Innenminister Torsten Renz reagierte mit deutlichen Worten darauf: „Das, was dort gezeigt wurde, ist schlichtweg unfassbar, pietätlos und menschenverachtend. Es kann nicht sein, dass bei Heimspielen des F.C. Hansa Rostock wiederholt Banner gezeigt werden, mit denen man verstorbene Polizisten verunglimpft und trauernden Familien zusätzlichen Schmerz zugefügt.”

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Trauerflor angeordnet

Renz hat nach Auskunft des Ministeriums der Hamburger Polizei sein Beileid bekundet und als Ausdruck der gemeinsamen Trauer und Anteilnahme das Anbringen von Trauerflor an den Funkstreifenwagen des Landes Mecklenburg-Vorpommern angeordnet.

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In Richtung des Vereins sagte Renz: „In diesem Zusammenhang reichen Distanzierungen und Entschuldigungen des Vereins nicht mehr aus. Ich erwarte, dass die Vereinsverantwortlichen mit aller Konsequenz Einfluss darauf nehmen, dass solche herabwürdigenden Banner gar nicht erst ins Stadion gelangen können.” Der Verein hat inzwischen auf Twitter folgendes geschrieben:

Die Gewerkschaft der Polizei verurteilte die Aktion ebenfalls mit aller Schärfe: "Wer den tragischen Tod eines jungen Menschen benutzt, um seinen Hass gegenüber Polizistinnen und Polizisten und der Institution Polizei auszuleben, verletzt sehr bewusst den Anstand, das respektvolle Miteinander und das Werteverständnis unserer Gesellschaft. Wir werden es nicht zulassen, dass das Gedenken an einen Kollegen entmenschlicht und in den Dreck gezogen wird.", teilte Thomas Jungfer, Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft mit.

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