Mecklenburg-Vorpommern ist mit 301 Millionen Euro an Bürgschaften in die MV Werften engagiert.
Mecklenburg-Vorpommern ist mit 301 Millionen Euro an Bürgschaften in die MV Werften engagiert. Jens Büttner
Steuergeld

Insolvenz der MV Werften könnte für MV bisher teuerste Pleite werden

Die Insolvenz der P+S Werften vor zehn Jahren in Wolgast und Stralsund kosteten das Land eine dreistellige Millionensumme. Die aktuelle Pleite der MV Werften könnte das toppen.
dpa
Schwerin

Die Pleite der MV Werften könnte für das Land Mecklenburg-Vorpommern noch teurer werden als die letzte große Schiffbau-Insolvenz im Nordosten vor zehn Jahren. Bei der Insolvenz der P+S-Werften in Wolgast und Stralsund, die 2012 trotz umfangreicher Rettungsversuche der öffentlichen Hand angemeldet worden war, betrug der Ausfall bei Bürgschaften und Krediten für das Land 239 Millionen Euro, wie ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums in Schwerin am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Mehr lesen: Insolvenz der MV Werften könnte das Land 379 Millionen Euro kosten

301 Millionen Euro Bürgschaften

In den MV Werften ist das Land dem Ministerium zufolge mit 301 Millionen Euro Bürgschaften engagiert. Außerdem steht ein Kredit über 78 Millionen Euro an den Mutterkonzern Genting Hongkong im Raum, den das Land zwar nach der Insolvenzanmeldung für die MV Werften am 10. Januar gekündigt hat. Offen ist jedoch, ob Genting diese Kündigung akzeptieren wird. Genting Hongkong hat am Mittwoch selbst Gläubigerschutz beim Gerichtshof Bermuda beantragt.

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Kommentare (1)

Ein Ende mit Schrecken ist besser als Schrecken ohne Ende.