CORONAVIRUS

Inzidenz in MV sinkt – Erleichterungen für komplett Geimpfte

Sinkende Sieben-Tage-Inzidenz in MV, Notbremse in Rostock, Fortschritt beim Impfen und Erleichterungen für Geimpfte: Es ist wieder viel passiert rund um das Thema Corona. Hier finden Sie einen Überblick.
dpa
Nach drei Tagen in Folge mit Sieben-Tage-Inzidenzen von mehr als 100 greift seit dem 29.04.2021 auch in der Hansestadt Rostock
Nach drei Tagen in Folge mit Sieben-Tage-Inzidenzen von mehr als 100 greift seit dem 29.04.2021 auch in der Hansestadt Rostock die sogenannte Corona-Notbremse des Bundes. Bernd Wüstneck
Schwerin ·

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist in Mecklenburg-Vorpommern weiter gesunken. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Donnerstag mitteilte, gab es zuletzt 123,7 nachgewiesene Neuansteckungen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner – 7,5 weniger als am Vortag.

Die Zahl der Neuinfektionen lag am Donnerstag bei 304. Das sind 186 weniger als vor genau einer Woche. Es wurden zehn weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion registriert, so dass die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie auf 995 stieg.

Mehr lesen: 304 neue Corona-Fälle in MV – zehn weitere Tote

Corona-Notbremse in Rostock

Unterdessen sank die Sieben-Tage-Inzidenz in der Hansestadt Rostock wieder unter 100 – auf 93,2. In Mecklenburg-Vorpommerns größter Stadt hatte am Donnerstag die Corona-Notbremse mit nächtlichen Ausgangsbeschränkungen gegriffen. Nachdem die Stadt lange niedrige Inzidenzen verzeichnet hatte, hatte die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt mehrere Tage in Folge über 100 gelegen.

Bevor die Notbremse-Regeln wieder aufgehoben werden können, muss die Schwelle von 100 an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unterboten werden. Auch im Landkreis Rostock sank die Sieben-Tage-Inzidenz wieder unter 100 auf 93,6. Daneben lag auch der Landkreis Vorpommern-Rügen mit 90,8 unter der Schwelle von 100.

Corona-Ausbruch in Lübtheen

Mit über 210 ist der Wert hingegen in Ludwigslust-Parchim weiter hoch, wenn auch niedriger als am Vortag. In Lübtheen hatte es einen Ausbruch im Brüggen-Fahrzeugwerk gegeben. Die Zahl der Infizierten im Zusammenhang damit stieg auf 207, wie der Landkreis am Donnerstagabend mitteilte. Zwölf Positivfälle stammten dabei aus anderen Landkreisen.

Mehr lesen: Nach Corona-Ausbruch in Lübtheen umfangreiche Tests angekündigt

Inzwischen haben rund 27,5 Prozent der Einwohner im Nordosten ihre erste Spritze gegen Covid-19 bekommen, wie das Lagus mitteilte. Das ist Platz drei im Vergleich der Bundesländer; nach dem Saarland und Bremen. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 25,9 Prozent.

Testpflicht für Geimpfte fällt weg

Für vollständig gegen Corona Geimpfte fällt ab Samstag die Testpflicht weg. Damit können die mit Stand Donnerstag rund 108000 komplett geimpften Menschen im Nordosten zum Beispiel ohne negativen Schnelltest zum Friseur, in den Zoo oder in den Baumarkt gehen, wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Donnerstag nach einer Sondersitzung des Kabinetts sagte.

Mehr lesen: Schwesig fühlt sich gut und gesund

Vierzehn Tage nach der zweiten Impfung sollen die Erleichterungen jeweils greifen. Zum Nachweis genügten der Impfausweis oder die Impfbescheinigung sowie der Personalausweis. Die Corona-Landesverordnung sei entsprechend geändert worden, so Schwesig. Allerdings sind die Baumärkte nicht überall geöffnet, wenn Inzidenzen zu hoch sind.

Schulen bleiben zu

Während im Bund für Schulschließungen eine Inzidenz von 165 gilt, sind die Schulen in MV bereits bei geringeren Werten zu. In der vergangenen Woche hatte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) bekannt gegeben, dass die geschlossenen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern erst wieder geöffnet werden, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz im Land eine Woche lang unter dem Wert von 100 liegt. Solange die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz über 100 liege, würden der Distanzunterricht und eine Notbetreuung für bestimmte Kinder der Klassen eins bis sechs fortgesetzt, sagte Martin.

Lesen Sie mehr dazu hier: Freiheiten für Geimpfte – aber Schulen für Kinder bleiben zu

Die Zahl der komplett Geimpften soll sich im Mai fast verdoppeln. Nach Worten von Schwesig ist angestrebt, dass weitere rund 100.000 Menschen ihre zweite Spritze gegen Covid-19 bekommen. Dann seien zwölf Prozent der Bevölkerung entsprechend geschützt.

Impfzentrum Greifswald: Angebot mit Astrazeneca beendet

Das Impfzentrum Greifswald bietet keine terminlosen Impfungen mehr mit Astrazeneca an. Damit sei am Impfzentrum Greifswald wieder ausschließlich eine Impfung mit Termin nach Voranmeldung möglich, teilte der Landkreis am Donnerstag mit.

Das Greifswalder Impfzentrum hatte seit Dienstag täglich rund 100 Dosen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca ohne Termin angeboten – für alle über 18-Jährigen. Der Impfstoff war vergangene Woche vom Gesundheitsministerium in Schwerin für alle Altersgruppen freigegeben worden.

Der Ärzteverbund HaffNet verabreiche hingegen noch Restbestände des Astrazeneca-Impfstoffes im Rahmen von Sonderimpfaktionen, etwa am Freitag in der Stadthalle Torgelow. Impfwillige ab 18 Jahren sollen dabei ohne Altersbeschränkung und Priorisierung geimpft werden können.

Mehr lesen: Wieder große Impfaktion in Torgelow – diesmal Freitag

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Kommentare (10)

Momentan werden an den Schulen Schüler, teilweise unter Aufsicht der Lehrer gezwungen, zweimal wöchentlich Selbsttests durchzuführen. Ebenso werden Lehrer dazu gezwungen, und ihnen der Verlust des Arbeitsplatzes angedroht. Abgesehen vom Tatbestand der Nötigung, haben die Tests gar keine Zulassung für die Verwendung durch Minderjährige. Aufgrund des auf vielen Teststäbchen verwendeten Desinfektionsmittel, dürften die Tests überhaupt nur durch medizinisches Fachpersonal verwendet werden. Damit steht jeder Lehrer, der das beaufsichtigt, und jeder Direktor der das Anordnet mit einem Bein im Gefängnis. Und hier wird Schwesig's Kur thematisiert???

mit einem Kind aus unserer Grundschule, das in der Notbetreuung ist.
Der Junge hat jetzt Testmaterial mit nach Hause bekommen.
Als die Schulen noch offen waren, hat der Lehrer die Tests beaufsichtigt, berichtete der Kleine mir. Viele Kinder haben nicht wirklich verstanden, was sie tun sollen - sie sollten erst Teile zusammenstecken, bevor sie den Test benutzen konnten...

Und jetzt kommt's.
Seine Aussage war, die Lehrer dürfen lt. Anweisung den Kleinen nicht behilflich sein...
Die Kleinen müssen damit allein klar kommen und weil das nicht klappte, bekommen sie die Tests jetzt mit nach Hause, zumindest momentan die Notbetreuten.

Vermutlich glauben die Lehrer, sie sind damit aus der Nummer raus.
Wäre noch die Maskenpflicht, die sie bei den Kindern täglich durchsetzen...

Ich sag mal so - es gibt nicht nur ein Remonstrationsrecht, es gibt auch eine Remonstrationspflicht!
Die greift dann, wenn ich es nicht verantworten kann, Befehle von oben auszuführen.

Viele Lehrer wissen noch nicht, dass sie haftbar sind, wenn Kindern gesundheitliche Schäden entstehen unter ihrer Aufsicht durch Masken.
Derjenige der vor Ort ist und die Verordnung umsetzt ist haftbar.
Nicht die Schulleitung, nicht die Behörde usw. die die Verordnungen erlassen haben.

Schaden entsteht Kindern nicht "nur" durch Sauerstoffmangel usw. sondern auch psychischer Natur.
Es soll schon einige Klagen gegen Lehrer geben...

Bester Beweis, ist das diese kritische Kommentare in die hinterste Ecke verbannt werden, wo sie keiner mehr sieht. Ich habe selbst Kontakt mit Lehrern mehrerer Schulen in MV in unterschiedlichen Landkreisen. Die Lehrer werden dort gegen ihren Willen sogar zu Impung und Test gezwungen, wer nicht mitmacht wird aus dem Kollegium gemobbt. Es mussten gegenüber dem Ministerium schriftliche Angaben zur Impfbereitschaft gemacht werden.

Die Direktoren wissen meist um die Haftungsfragen, lassen aber die Lehrer im dunklen darüber. Die meisten Lehrer glauben tatsächlich, daß sie eine ministerielle Anordnung aus der Haftungsfrage entlässt, was nicht korrekt ist. Es wird gemauert. Kinder werden genötigt und ich kenne mehrere Fälle, wo Kinder gegen Ihren ausdrücklichen Willen und den Ihrer Eltern in MV getestet wurden.

Eine Bekannte von mir (Kindergärtnerin) mit riesigem Selbstbewusstsein und
"großer Klappe" - wirklich positiv gemeint ;o)
Diese Frau klärt seit Monaten Kollegen auf, weckt auf Facebook mit Fakten über Impfungen auf....

Hat als Einzige in der Einrichtung die Impfung verweigert.
Jetzt haben angeblich ihre Kollegen sie weich geklopft...
Grund - gemeinsame Ausflüge, Restaurantbesuche im Kollegenkreis usw. wären nicht mehr möglich im Sommer.
Sie hat vor 2 Wochen nachgegeben und ist nun auch geimpft...
Ich denke, da steckt was anderes hinter ..

Als sie sich impfen lassen hat, war noch nicht die Rede von mehr Freiheiten für Geimpfte.

Ich bin enttäuscht, die Frau hat immer ihre Meinung gesagt und vertreten - und nun?
Ich finde es schon fast schizophren, wenn ich um die Impfstoffe weiß, mich damit intensiv auseinander gesetzt habe und mir jetzt doch freiwillig dieses Zeug verpassen lasse...um die Kollegen nicht zu enttäuschen???

Ich frage mich was in Menschen vorgeht, wenn sie gegen ihre eigene Überzeugung anderen wissentlich schaden...

Kein Mensch kann sich von seinem eigenen Gewissen freikaufen, indem er sich darauf beruft, lediglich Verordnungen durchgesetzt zu haben.

Ich glaube, das ist Vielen nicht klar.
Wie kann ein führender, emphatischer Mensch Kindern das antun, was ihnen gerade angetan wird?
Sind das alles Zombies, haben sie ihre fühlenden Anteile abgespalten um so gegen die Natur handeln zu können?
Ich verstehe es nicht.

In der ministeriellen Handlungsanweisungen an die Schulleiter steht explizit, daß der Test zu Hause gemacht werden kann. Wohl um eine juristische Alternative zum Test in der Schule zu schaffen, wenn das vor Gericht geht. So soll die Haftung geschickt auf die Erziehungsberechtigten übergehen soll. Telefonisch wird vermutlich dann Druck auf die Schulleiter ausgeübt, die nicht mitmachen wollen. Einige Schulleiter haben überhaupt keine Ahnung vom Haftungsrisiko und ziehen das einfach stur durch, als ob sie einen Befehl erhalten haben den sie nicht verstehen brauchen. Aber sowohl Direktor als auch Lehrer haften ja mit ihrem Privatvermögen!!!

Sollte diese Regelung zutreffend sein, dürfte sie einem Anfechten vor Gericht nicht stand halten , wenn der Gleichheitsgrundsatz nicht verletzt, o.a. ausgehebelt werden soll.
Es wurde schon einmal treffend formuliert, das dass Infektionschutzgesetz, kein Persilschein der Politik
sein darf.
Zumal nicht wirklich bewiesen ist, das Durchgeimpfte, 1x Geimpfte o.a. bereits halbwegs Genesenden vorzuziehen wären in Sachen Infektionsschutz. Flickschusterei zu Lasten wieder einmal wohl der Gesellschaft.

Die Ministerin von MV ist völlig planlos, Mecklenburg-Vorpommern abriegeln und alles geht den Bach runter. Der Tourismus liegt am Boden und Schleswig-Holstein mach mit Vernunft langsam wieder auf. Mv wird dauerhaft schaden nehmen. Wer Touristen und Eigentümern rauswirft der muss sich nicht wundern wenn danach keiner mehr kommt.

Genau so ist es. Schade für das schöne Mecklenburg und deren Menschen.

vor denen immer gewarnt wurde.
Und das ist nur das, was wir momentan erfahren.
Möchte nicht wissen, was so alles noch nicht veröffentlicht wurde.

Deshalb sagte der Tierarzt Dr.Wieler ja auch über diese Impfstoffe
"Wir wissen nicht ob sie wirken, wir wissen nicht wie sie wirken..."

Es wurde alles gesagt für jeden hörbar, der auch hingehört hat....