Gutachten erwartet

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Ist der Barmbeker Messerstecher schuldfähig?

Der Angeklagte Ahmad A. in einem Hamburger Gerichtssaal
Der Angeklagte Ahmad A. in einem Hamburger Gerichtssaal
Christian Charisius

Der 26-jährige Ahmad A.gestand, einen Neubrandenburger in Hamburg erstochen zu haben. Jetzt soll geklärt werden, ob er sich seiner blutigen Tat bewusst war.

Im Prozess um eine laut Bundesanwaltschaft islamistisch motivierte Messerattacke in Hamburg-Barmbek wird am Mittwoch das Gutachten zur Schuldfähigkeit des Angeklagten erwartet. Der 26-jährige Ahmad A. hatte vor dem Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts gestanden, im Juli 2017 in einer Edeka-Filiale einen Mann aus Neubrandenburg erstochen und anschließend sechs weitere Menschen verletzt zu haben.

Die Bundesanwaltschaft wirft dem Palästinenser Mord sowie versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung in sechs Fällen vor. Gehört werden soll nun ein Psychiater. Er hatte vor Beginn des Prozesses bereits ein vorläufiges Gutachten erstellt, in dem er Ahmad A. für voll schuldfähig hält. Zum Start dieses fünften Prozesstags (9 Uhr) soll auch der Hamburger Rechtsmediziner Klaus Püschel seine Ergebnisse vorstellen.