Der Windkraftschrott-Park bei Barth sorgte schon für viel Wirbel.
Der Windkraftschrott-Park bei Barth sorgte schon für viel Wirbel. Ralf Borschke
Debatte

Ist der Windrad-Schrott von Barth nur ein Einzelfall?

Die Überbleibsel einer Windkraftanlage bei Barth haben im Landtag zu einer Debatte über die Energiewende geführt. Dabei fielen deutliche Worte.
Schwerin

Windkraftschrott und auslaufendes Öl auf dem Acker: Der Umweltfrevel in Küstrow nahe Barth ist nach Angaben von Energieminister Christian Pegel (SPD) ein Einzelfall. Das sagte der Ressortchef im Landtag bei einer von der AfD-Fraktion beantragten Debatte. Deren Abgeordneter Ralf Borschke hielt dagegen: „Mir liegen weitere Meldungen besorgter Bürger über ähnliche Vorfälle vor.” So habe er Hinweise auf eine abmontierte Windkrafthaube bei Anklam erhalten, sagte ein Fraktionssprecher auf Nordkurier-Nachfrage. Den Standort wolle Borschke aber noch nicht verraten. Weitere Fälle habe der Abgeordnete nicht genannt.

Borschke hatte zuvor der Landesregierung vorgeworfen, den Ausbau der Windkraft rücksichtslos voranzutreiben. Es handele sich um ein „grünes Ideologie-Projekt”. Fakt sei: „Eine ordentliche Entsorgung ist nach jetzigem Stand und in naher Zukunft nicht möglich.” Unter anderem könnten die Flügel nicht komplett recycelt werden.

Pegel schoss zurück: Hier werde ein Einzelfall zum Massenphänomen hochstilisiert, weil die AfD die Energiewende ablehne. Die aber habe in der Bevölkerung längst breite Akzeptanz gefunden.

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