VIDEOMATERIAL

Ist Marias Mörder mit Auto von Usedom geflüchtet?

Die Polizei lässt nichts unversucht, um den Mörder von Maria K. aus Zinnowitz zu fassen. Ermittler sichten nun Videos von Überwachungskameras und haben eine Theorie.
Holger Schacht Holger Schacht
Für die Suche nach Zeugen im Fall der am 19. März in Zinnowitz auf der Insel Usedom getöteten Maria K. hat die Polizei Fotos veröffentlicht.
Für die Suche nach Zeugen im Fall der am 19. März in Zinnowitz auf der Insel Usedom getöteten Maria K. hat die Polizei Fotos veröffentlicht. Polizei Neubrandenburg
Zinnowitz.

Im Fall der vor gut zwei Wochen in Zinnowitz erstochenen Maria sichtet die Polizei auch Videomaterial aus Überwachungskameras. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Täter nach der Bluttat mit dem Auto von der Insel Usedom geflüchtet sein könnte.

Deshalb stellten sie bei Tankstellen im weitläufigen Umfeld des Tatorts Aufnahmen sicher. Die Beamten haben offenbar ein Zeitfenster und ein Täterprofil, gleichen es mit den Bildern ab. Ein Tankstellen-Mitarbeiter: „Bei uns waren sich auch, haben um die Aufnahmen gebeten.”

Von der Polizei gab es dafür keine Bestätigung. Polizeisprecherin Claudia Tupeit vom Polizeipräsidium Neubrandenburg: „Wir können dazu aus ermittlungstaktischen Gründen nichts sagen.”

Hier finden Sie eine Übersicht mit allen Artikeln zum gewaltsamen Tod von Maria auf der Insel Usedom.

590 Facebook-Freunde

Vor mehr als einer Woche breitete die Soko „Maria”, der 50 Beamte angehören, ihre Ermittlungen bundesweit aus. Maria, die am 19. März tot in ihrer Wohnung in der Waldstraße gefunden wurde, hatte über mehrere Accounts allein bei Facebook 590 „Freunde”, die sich fast übers ganze Bundesgebiet verteilen.

Suche bisher erfolglos

Aus ihrem persönlichen Umfeld in Zinnowitz sind inzwischen mehr als 50 Bekannte befragt worden. Laut Polizeisprecherin Tupeit gingen nach der Veröffentlichung von zwei Fotos von Maria keine neuen Hinweise bei der Polizei ein: „Vorher gab es eine Handvoll Hinweise auf mutmaßlich verdächtige Personen. Diese Hinweise sind abgearbeitet”

Nach der Tat hatten Beamte rund um den Tatort fast jeden Stein umgedreht, unter anderem Mülleimer nach der weiter verschwundenen Tatwaffe oder blutiger Kleidung durchsucht. Auch der Einsatz von Spürhunden und einem Hubschrauber brachte nichts. Bisher fehlt weiter eine heiße Spur.

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