CLUB ROSA

Jetzt ermittelt Staatsschutz wegen Schlägerei in Greifswald

Erst hatte die Polizei Zuwanderer als Verantwortliche für eine Massenschlägerei vor einer Greifswalder Disco genannt. Jetzt kann sie einen ausländerfeindlichen Hintergrund nicht mehr ausschließen.
Vor der Disco Rosa in Greifswald gab es am Wochenende eine Schlägerei. (Archivbild)
Vor der Disco Rosa in Greifswald gab es am Wochenende eine Schlägerei. (Archivbild) Simon Voigt
Greifswald.

Am Samstagmorgen rückte die Polizei zur Greifswalder Disco Rosa in der Bahnhofstraße aus. Dort hatte es eine körperliche Auseinandersetzung zwischen wahrscheinlich zehn Zuwanderern und drei Greifswaldern gegeben.

Laut einer ersten Darstellung der Polizei ging die Gewalteskalation von der Zuwanderer-Gruppe aus. In einer aktuellen Pressemitteilung heißt es jetzt jedoch, dass die genauen Umstände, wie es zu dieser Auseinandersetzung gekommen ist und was der mögliche Auslöser gewesen sein könnte, derzeit noch ermittelt werden.

Ausländerfeindlicher Hintergrund

Demnach kann nach Hinweisen von Involvierten ein ausländerfeindlicher Hintergrund nicht mehr ausgeschlossen werden. Daher hat der polizeiliche Staatsschutz der Kripo Anklam nun die Ermittlungen übernommen. Aussagen sämtlicher Beteiligter werden angehört und überprüft. Dazu gehören Zeugen, Geschädigte und Tatverdächtige.

Der Betreiber der Diskothek, vor der die Schlägerei stattgefunden hatte, hatte zuvor in einem Facebook-Eintrag erklärt, dass die drei Greifswälder die Aggressoren gewesen seien. Mitarbeiter hätten den Vorfall ganz anders geschildert: Die drei Greifswalder hätten in dem Club zunächst andere Gäste rassistisch beschimpft und Mitarbeiter beleidigt.

Auch Polizist verletzt

„Der mehrmaligen Aufforderung, die Räumlichkeiten zu verlassen, kamen die drei Personen nicht nach”, heißt es weiter. Daraufhin sei es zu einem versuchten Übergriff auf das Sicherheitspersonal gekommen. Andere Gäste hätten versucht, den Sicherheitsleuten zu helfen.

Draußen sei es dann zu einer körperlichen Auseinandersetzungen zwischen den drei Männern und anderen Clubgästen gekommen. Von den mittlerweile alarmierten Polizisten sei einer durch einen der drei Greifswalder verletzt worden. Auf Nordkurier-Anfrage bestätigte die Pressesprecherin der Polizei, dass auch ein Beamter durch einen der Beteiligten verletzt worden sei – nach Einschätzung der Polizei allerdings fahrlässig.

Wer sachdienliche Angaben zu dem Vorfall machen kann, wendet sich bitte an

  • die Polizei in Neubrandenburg (Telefonnummer 0395/5582-2224),
  • die Internetwache der Landespolizei M-V (www.polizei.mvnet.de) oder
  • an jede andere Polizeidienststelle.

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