Nach GroKo-Einigung
Jetzt fällt sogar Amthor der Kanzlerin in den Rücken

Philipp Amthor ist mit 25 Jahren der günste CDU-Abgeordnete - er wurde im östlichen Mecklenburg-Vorpommern direkt in den Bundestag gewählt.
Philipp Amthor ist mit 25 Jahren der jüngste CDU-Abgeordnete – er wurde im östlichen Mecklenburg-Vorpommern direkt in den Bundestag gewählt.
Bernd Wüstneck

Der CDU-Abgeordnete aus Torgelow stand im Wahlkampf stets an der Seite der Kanzlerin, durfte sie manchmal sogar in ihrem Wahlkreis vertreten. Nun hat Philipp Amthor Kritik an der Besetzung der CDU-Ministerposten geübt.

Der jüngste CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor hat eine stärkere Berücksichtigung des konservativen Flügels bei der Besetzung der Ministerposten in einer großen Koalition gefordert. „Eine Volkspartei lebt davon, dass alle ihre verschiedenen Strömungen auch in personeller Hinsicht berücksichtigt werden“, sagte der 25 Jahre alte Politiker, der im Herbst in Vorpommern und dem östlichen Mecklenburg direkt in den Bundestag gewählt worden war, in Berlin.

Weiter erklärte er: „Für Konservative sind die derzeit kursierenden Ministernamen insgesamt sicherlich keine Traumbesetzung. Deshalb hoffen gerade viele Mitglieder aus unserer konservativen Parteibasis, dass sich auf dem Weg zum endgültigen Personaltableau noch Veränderungen ergeben. Das kann ich sehr gut verstehen.“

Doch noch ein Platz für Jens Spahn am Kabinettstisch?

Damit wirbt Amthor indirekt für ein Ministeramt für den aufstrebenden bisherigen Finanz-Staatssekretär Jens Spahn (37). Spahn profiliert sich gerne als Kritiker von Parteichefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel und wird von vielen Konservativen in der Partei geschätzt.

Amthor war bislang nicht als Merkel-Kritiker aufgefallen – im Gegenteil. Im Wahlkampf hatte er wiederholt Termine in Merkels Wahlkreis übernommen, der neben seinem eigenen liegt. Auch ansonsten rühmt er sich gerne eines kurzen Drahtes zur Kanzlerin.

Nicht der erste aus MV, der seinen Ärger äußert

Bereits am Freitag hatte der Sprecher des Konservativen Kreises in der CDU Vorpommern-Greifswald, Sascha Ott, seinen Unmut über den Koalitionsvertrag artikuliert. Auch Amthor gehört dem Konservativen Kreis an.

Amthor kritisierte nun wie zuvor bereits zahlreiche andere CDU-Politiker zugleich den Verlust des wichtigen Finanzministeriums an die SPD. Das sei „ein schwerer Schlag“, urteilte er. Deutschland dürfe nun keinesfalls „zum Zahlmeister Europas“ werden. „Das Programm der SPD ist das Einfallstor für eine europäische Transfer- und Schuldenunion zu Lasten der deutschen Steuerzahler.“ Dem designierten neuen Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) müssten in dieser Frage klare Grenzen gezogen werden. Dies hatte Amthor auch bereits am Donnerstag im Nordkurier erklärt.

Kommentare (7)

Amthor wurde direkt in den Bundestag gewählt - auf Basis des 2012 vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärten Bundeswahlgesetzes. Deutschland ist Beute einer Parteiendiktatur, die sich mittels §129(2) StGB selbst dazu ermächtigt hat, legal kriminelle Vereinigungen zu gründen. Es geht allein um die Plätze an den Futtertrögen der illegitimen "Macht". Jeder sog. "Politiker", der sich Anfang Februar 2018 noch aktiv in Parteien betätigt, sollte sich mal gut überlegen, ob seine Komplizen, Lobbies und Logen seinen Allerwertesten retten werden, wenn es hier knallt. Und dass es knallen wird steht wohl mittlerweile außer Frage.

... zum Thema schreiben oder Ihren Weltschmerz ausblubbern?

Ich bin nur ein besorgter Bürger und ich sehe immer mehr Personen, um die man sich zunehmend sorgen muss. Einjeder entscheidet schließlich in jedem Moment, ob er sich dem Theonium oder dem Dämonium andienen möchte. Dessen sollte man sich stets bewusst sein, denn Karma is bekanntlich a bitch.

Dann hört das irgendwann von allein auf.

.... die sich der NORDKURIER heraus genommen hat: Mit welchem Recht wird dem Handeln des Abgeordneten Amthor diese negative Überschrift zuteil: "Jetzt fällt sogar Amthor der Kanzlerin in den Rücken". Er fällt niemandem in den Rücken, er hat eine Meinung, und es ist sein Recht, diese zu äußern. Wenn diese Meinung beinhaltet, daß personelle Veränderungen von ihm als notwendig angesehen werden, ist dieses keinesfalls gleichbedeutend mit "jemandem in den Rücken fallen". Merkel muß sich daran gewöhnen, daß andere Menschen andere Meinungen besitzen, die sich von denen der Frau Merkel unterscheiden. Oder heißt es schon wieder "Die Partei, die Partei, die hat immer Recht..." ??? Ich erwarte von den wachsamen Redakteuren, die Kommentare löschen dürfen, daß sie auch Überschriften verändern dürfen...und das möglichst schnell.

Wie dem Verfasser auch geläufig sein muss,ist ein gewählter Abgeordneter nur seinem Gewissen verpflichtet. Soll man Frau BK noch für ihr Verkauf der CDU an die SPD loben und ist es nach Meinung dieses Verfassers eine Majestätsbeleidigung Frau Merkel deshalb zu kritisieren ? Ich kann Herrn Amthor nur beglückwünschen,dass er den Mut aufgebracht hat,sich gegen Frau Merkel zu stellen. Wünsche mir,dass noch viele Abgeordnete folgen,sodass diese BK endlich das Handtuch wirft.

hat einen glaubwürdigen verantwortungsbewussten zukünftigen Kanzler verdient, wenn möglichst Zeit nah, sofort - - - - - ( dieser Frau kann man nicht in den Rücken fallen - eben so wenig kann man schlecht von ihr reden - Sarkasmus aus)