WALDBRAND EINGEDÄMMT

Jetzt ist rund um Lübtheen die Erleichterung groß

Erleichterung bei den Bewohnern von Alt Jabel: Fast eine Woche nach Ausbruch des verheerenden Waldbrandes in Südwestmecklenburg kehren sie in ihren Alltag zurück. Zwar ist der Brand noch nicht gänzlich gelöscht, aber die Einsatzkräfte rücken nach und nach ab.
dpa
Die Dankbarkeit der Einwohner gegenüber den Rettern ist groß.
Die Dankbarkeit der Einwohner gegenüber den Rettern ist groß. Bodo Marks
Berge-, Rad- und Pionierpanzer der Bundeswehr haben die Region gegen das Feuer verteidigt.
Berge-, Rad- und Pionierpanzer der Bundeswehr haben die Region gegen das Feuer verteidigt. Bodo Marks
Ein Pionierpanzer der Bundeswehr war am Sonnabend bei Alt Jabel weiter mit dem Anlegen von Schneisen beschäftigt.
Ein Pionierpanzer der Bundeswehr war am Sonnabend bei Alt Jabel weiter mit dem Anlegen von Schneisen beschäftigt. Bodo Marks
Die Löscharbeiten gehen auch am Wochenende noch weiter, der Brand ist noch nicht gelöscht.
Die Löscharbeiten gehen auch am Wochenende noch weiter, der Brand ist noch nicht gelöscht. Bodo Marks
Die Löscharbeiten gehen auch am Wochenende noch weiter, der Brand ist noch nicht gelöscht.
Die Löscharbeiten gehen auch am Wochenende noch weiter, der Brand ist noch nicht gelöscht. Bodo Marks
Lübtheen.

Weitere Entspannung bei Lübtheen: Eine Woche nach Ausbruch des verheerenden Waldbrandes in Südwestmecklenburg durften am Samstag die letzten 260 Bewohner zurück, die in Alt Jabel ihre Häuser wegen des nahen Feuers hatten verlassen müssen. „Die Rückkehr läuft“, sagte ein Sprecher des Landkreises Ludwigslust-Parchim am Samstag. Das Feuer sei auf fast 1000 Meter Distanz zum Ort zurückgedrängt worden. Das war Bedingung, damit die Bewohner seit 8.00 Uhr am Morgen zurück in ihre Häuser konnten.

Auf der Brandfläche selbst gebe es hingegen noch Glutnester und Flammenentwicklung, berichtete eine Sprecherin am Nachmittag. Es sei mittlerweile auf etwa 500 Hektar eingedämmt worden. „Der erhoffte Regen ist da“, ergänzte sie. Der Deutsche Wetterdienst hatte für Samstag dichte Bewölkung und zeitweise leichten Regen prognostiziert. Für den Straßenverkehr blieben die Zufahrten nach Alt Jabel gesperrt.

„Großer Erfolg für die Einsatzkräfte”

In die anderen drei evakuierten Dörfer – Trebs, Jessenitz-Werk und Volzrade – am Rande des hochgradig mit Munition belasteten Truppenübungsplatzes waren die Bewohner bereits am Mittwoch zurückgekehrt. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) freute sich für die Bewohner von Alt-Jabel. „Das ist ein großer Erfolg für die Einsatzkräfte und den Stab um Landrat Sternberg.“ Sie hoffte, dass nun auch der Brand möglichst schnell vollständig gelöscht werden kann. Landrat Stefan Sternberg (SPD) ging davon aus, am Montag den Katastrophenfall für beendet erklären zu können.

Die Bundeswehr wollte sich am Samstag weiter aus dem Gebiet zurückziehen. Zunächst liefen noch Arbeiten: So wurden nach Angaben des Landkreises in gefährdeten Bereichen angelegte Schneisen weiter verbreitert. Die Löschhubschrauber der Bundeswehr hatten ihren Einsatz am Freitagabend beendet. Am Samstagabend sollten die Bergepanzer abziehen und die Bundeswehr offiziell verabschiedet werden. „Ohne den schnellen Einsatz der Bundeswehr und das gute Zusammenspiel mit den zivilen Kräften hätten wir den Waldbrand nicht so schnell in den Griff bekommen“, sagte der Landrat. Pro Schicht seien weiterhin rund 460 Hilfskräfte im Einsatz, in Summe rund 2000 Kräfte, berichtete sein Sprecher.

Gebiet um Lübtheen nach wie vor weiträumig umfahren!

Der Landkreis wies darauf hin, das Gebiet um Lübtheen weiterhin weiträumig zu umfahren, um die Einsatzkräfte nicht zu behindern. Das Betreten des betroffenen Waldstücks sei wegen Lebensgefahr nach wie vor verboten. Es könne immer noch zu Detonationen kommen. Die Belastung des brennenden Waldgebietes mit Munition hatte die Löscharbeiten erheblich erschwert.

Die Einwohner von Alt Jabel waren die ersten, die ihren Wohnort am vergangenen Sonntag nach Ausbruch des Brandes verlassen mussten, und kamen am Samstag als letzte wieder nach Hause. Der Brand hatte sich bei großer Hitze, angetrieben von kräftigen Winden, rasch ausgebreitet. Als Ursache des Feuers vermuten die Behörden vorsätzliche Brandstiftung und ermitteln dazu.

Der Agrar- und Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns, Till Backhaus, schlug unterdessen ein Kompetenzzentrum für Wald- und Flächenbrände vor. Das Land sei in der Lage, mit Spezialkräften von Feuerwehr, Bundeswehr und Polizei sowie aus dem zivilen Bereich Erfahrungen an andere Bundesländer weiterzugeben, sagte Backhaus dem Hörfunksender NDR Info. Er werde den Druck auf die Bundesregierung erhöhen, Ideen und Lösungen, die in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt worden seien, zu entfalten, ergänzte der SPD-Politiker. Er sieht Deutschland für Feuer auf munitionsbelasteten Gebieten derzeit nicht gewappnet. Dafür brauche es eine gepanzerte Spezialtechnik, „die mit Wasser Löschmaßnahmen vom Boden her und aus der Luft vornehmen kann“. Die Entwicklung dieser Technologie sei eine staatliche Aufgabe.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Lübtheen

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Kommentare (1)

den helfern von freiwilligen feuerwehren bis hin zur bw grossen dank auf jeden fall....
die politiker die mal wieder vor ort waren hände schütteln versprechen geben vor der kamera naja geht mal wieder in den plenarsaal und den ar... breit sitzen und diäten erhöhen ...denn die waren helden seid nicht ihr