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Jetzt wird auch gegen die Mutter ermittelt

Blick auf einen Plattenbau in Dranske. In einer Wohnung des Blocks wurde ein drei Monate altes Baby verletzt aufgefunden.
Blick auf einen Plattenbau in Dranske. In einer Wohnung des Blocks wurde ein drei Monate altes Baby verletzt aufgefunden.
Stefan Sauer

Das Kind schwebt nach wie vor in Lebensgefahr, der Vater, der es misshandelt haben soll, sitzt in Untersuchungshaft. Er beschuldigt allerdings die Mutter, dem drei Monate alten Mädchen Gewalt angetan zu haben.

Im Fall des offenbar misshandelten Babys von der Insel Rügen ermittelt die Staatsanwaltschaft Stralsund nun auch gegen die Mutter. Hintergrund sei die Beschuldigung durch den Vater des drei Monate alten Kindes, sagte Staatsanwalt Ralf Lechte am Freitag. Der 34-Jährige aus Dranske sitzt seit Mittwoch in Untersuchungshaft und wird verdächtigt, das Baby misshandelt zu haben. Er bestreitet die Tat und beschuldigt die 26 Jahre alte Mutter.

"Wir müssen jedem Hinweis nachgehen", sagte Lechte. Es seien derzeit aber keine prozessualen Maßnahmen - wie etwa ein Haftantrag - gegen die Mutter geplant. Der Zustand des lebensbedrohlich verletzten Babys ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft weiter unverändert. Der Säugling hatte durch stumpfe Gewalt massive Schwellungen am Kopf und Oberkörper sowie Schädel-Hirn-Verletzungen durch ein sogenanntes Schütteltrauma erlitten.

Die beiden Geschwister des Babys befinden sich bei der Mutter. Sie kooperiere mit den Behörden und habe einen Antrag auf Hilfe zur Erziehung gestellt, sagte eine Sprecherin des Landkreises am Freitag. Das Jugendamt stehe in engem Kontakt zur Mutter. Es gebe derzeit keine Überlegungen, sie von ihren anderen Kindern zu trennen.

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