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Jugendliche bewerfen Rettungskräfte mit Steinen

Rettungkräfte wurden in Rostock von Jugendlichen angegriffen.
Rettungkräfte wurden in Rostock von Jugendlichen angegriffen.
Marcel Kusch

Wieder sind Rettungskräfte zur Zielscheibe von Gewalttätern geworden. Innenminister Caffier hat daraufhin seine Forderung erneuert, solche Übergriffe mit härteren Strafen zu ahnden.

20 Jugendliche haben Rettungskräfte und deren Wagen im Rostocker Stadtteil Lütten Klein mit Steinen beworfen und mit Glasflaschen bedroht. Dabei sei niemand verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher am Samstag.

Die Rettungskräfte seien am Freitagabend gerufen worden, weil ein Mädchen, das mit Freunden und Bekannten unterwegs war, hyperventilierte. Als die Rettungskräfte das Mädchen nur vor Ort behandelten und keinen Anlass sahen, es ins Krankenhaus zu bringen, hätten die anderen Jugendlichen randaliert. Die Polizei nahm 14 der 20 Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 18 Jahren fest. Bei drei Jugendlichen fanden die Beamten „betäubungsmittelähnliche Substanzen“ sowie eine Softairwaffe.

14 Tatverdächtige wurden ermittelt

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) verurteilte den Angriff auf Rettungskräfte scharf und sprach sich erneut für die Verschärfung des Strafrechts für solche Gewalttäter aus. Polizisten, Feuerwehrleute oder auch Sanitäter sähen sich immer häufiger Bedrohungen ausgesetzt. „Wir müssen die Personen, die uns täglich schützen, selbst auch besser beschützen. Der Schutz nach dem Strafgesetzbuch muss deshalb weiter entwickelt werden, um auch die Helfer in den Sanitätsdiensten, bei der Feuerwehr und dem Katastrophenschutz entsprechend einzubeziehen“, erklärte Caffier.

Angriffe auf Rettungskräfte seien Angriffe auf den Rechtsstaat. „Das dürfen wir nicht zulassen“, betonte der Minister. Den Polizisten dort sprach er seinen Dank aus. Durch schnelles Handeln seien 14 Tatverdächtige ermittelt worden.