RASSISMUS-DEBATTE

Junge Liberale wollen Karl-Marx-Platz in Greifswald umbenennen

Die Debatte um den Umgang mit Denkmälern für heute umstrittene Persönlichkeiten der Geschichte hat Vorpommern erreicht. Sollte Karl Marx Namenspatron für einen Platz sein?
Eignet sich Karl Marx noch als Namensgeber für einen Platz in Greifswald?
Eignet sich Karl Marx noch als Namensgeber für einen Platz in Greifswald? Harald Tittel
Greifswald ·

Die Diskussion um Karl Marx als Namensgeber für Straßen und Plätze in Deutschland ist nicht neu. Schon mit der Wende vor 30 Jahren schwand die Zahl der Karl-Marx-Orte deutlich – das bekannteste Beispiel dürfte wohl die in Chemnitz zurückbenannte Karl-Marx-Stadt sein. Auch der Karl-Marx-Platz in Neubrandenburg gehört der Vergangenheit an. Das zugehörige Denkmal wurde erst abgebaut und steht nun seit Kurzem wieder in einem unscheinbaren Park. Durch die weltweiten Proteste gegen Rassismus der vergangenen Wochen, bei denen auch immer Statuen und Denkmäler von Protestierern abgerissen oder beschädigt wurden, ist eine neue Diskussion über den Umgang mit Namenspatronaten und Denkmälern für heute umstrittene Persönlichkeiten der Geschichte aufgekommen - und damit auch die Debatte um Karl Marx neu aufgeflammt.

„Es ist richtig, wenn wir in der Gesellschaft Debatten darüber führen, ob manche Personen geeignet dafür sind, Straßennamen und Plätze zu zieren”, sagt der Vorsitzender der Jungen Liberalen Vorpommern-Greifswald, Moritz Harrer, dazu. „Dieser Debatte darf sich auch Greifswald nicht verschließen. Wenn beispielsweise mit Karl Marx ein Rassist, Antisemit und Ideologiegeber für eine der dunkelsten Epochen in der Geschichte des Landes unreflektiert mit einem eigenen Platz bedacht wird, ist dies ein schwer zumutbarer Zustand.”

Vorschlag: Platz nach Widerstandskämpfer benennen

Die Jungen Liberalen fordern deshalb eine Umbenennung des Karl-Marx-Platzes in der Hansestadt. Und liefern bereits einen konkreten Vorschlag: „In Frage kämen hier zum Beispiel verdiente Bürger Greifswalds, Widerstandskämpfer aus der Zeit des Nationalsozialismus oder der Zeit der DDR-Diktatur, wie beispielsweise Arno Esch”, so Harrer. „Die Stadtverwaltung sollte die Bildung einer Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Gesellschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft initiieren und eine offene Debatte in der Stadt in Gang setzen.”

2018 trugen noch 477 Straßen, Alleen, Plätze, Höfe, Dämme, Ringe, Siedlungen, Wege und Zentren in Deutschland den Namen des Theoretikers des Sozialismus und Kommunismus. In Mecklenburg-Vorpommern sind es 31, drei in der Uckermark.

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Kommentare (14)

Karl Marx hat das Ende des Kapitalismus beschrieben. Sämtliche Wirtschaft wird von staatlichen Subventionen aufrecht erhalten bis das politische System sich in eine autoritäre Gesellschaftsform transformiert - und die allmächtigen, staatlichen Subventionen bleiben.

wusste er nicht wie schlecht die Menschen sind. Angefangen bei Lenin über Stalin bis hin zu Mielke, Wir mussten lernen, dass die Linken zu einen großen Teil Verbrecher sind. Heute sehen wir wie das faule Pack in Schwarz in Leipzig oder wo auch immer die Städte verwüsten. Meist Schulabbrecher und Drogen abhängig.

besser kann man Rechtsradikale gar nicht beschreiben. Trifft alles auf AfD, JA,IB,NPD, der III. Weg, Die Rechte und anderes braunes Geschmeiß zu.

daß Sie die Schule nicht abgebrochen haben. Deshalb schreiben Sie ja immer so korrekt und wissen, daß man "Drogen abhängig" groß und getrennt schreibt... Trottel

ist eine, wenn nicht die herausragendsten historische Persönlichkeit der neueren deutschen Geschichte.
Vieles was geschrieben und gesagt wurde, ist auch und gerade noch heute gültig.
Marx ist ein nicht zu leugnender Spitzenökonom, dessen Ansätze noch heute zentrale Bestandteile der VWL sind.
Ausgerechnet die Erzlakaien des zerstörende Neoliberalismus, die Spasspartei FDP, versucht hier auf billige Art und Weise Marx zu verunglimpfen.
So fängt man vielleicht polemisch ein paar "Jammerossis"-mehr aber auch nicht...

Bildungsferne Menschen sind dem rechten Lager zuzuordnen - dazu hat z.B. das KFN (Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen) eine wissenschaftliche Studie zum Thema „Jugendliche in Deutschland als Täter und Opfer von Gewalt“ veröffentlicht. Da war dann sogar ein Schäuble erschrocken.
Wenn Sie lernen mussten, Linke seien Verbrecher hatten Sie schlechte Lehrmeister.
Verwüstete Städte ist mal auch wieder so eine Inszenierung eines vermeintlichen Bürgerkriegszustands - um was? Ängste zu schüren?
Ihr Kommentar bildet weder eine Realität ab und untermauert diese mit korrekten Fakten, noch steuert er thematisch etwas zu einem Diskurs zum Artikel dar.
Salopp zusammengefasst:
Eine verbitterte Ansicht eines Verlierers gemischt mit populistischer Hetze vielleicht.

Der erste Kommentar klingt wie ein schlechter Versuch, den Kern einer Kolumne aus dem Springerverlag durch einen mittelprächtigen Realschulschüler zu erörtern.

Leider ist in den Kommentaren genauso wenig Qualität, wie im Artikel selbst.

Der Gegensatz zwischen dem Platz-Namen, dem Gedenkstein für die "Kaiser Linde" und den ortsansässigen Burschenschaften dürfte für jeden etwas bereithalten. Eine gute Mischung ist wichtig, die gelbe Splitterpartei nicht.

Er hat mi seinen Thesen wesentlich zu D positiver Weiterentwicklung beigetragen und er hat weniger Dreck am Stecken als Merkel

hat mal wieder den vollen Durchblick! Er weiß nämlich über alles Bescheid und kann es in sein rechtes Weltbild einordnen. Geistige Onanie halt.

schafft für Merkel und eure Rente - Arbeit macht ..... schlau

dann geh mal arbeiten, du Plapperschnabel

Wenn Ihr es bezahlt, warum nicht. Nur hofft nicht drauf, dass wir es für euch bezahlen, wir kommen schon für euren Lebensunterhalt auf, dass muss reichen. Geht Arbeiten, dann geht es euch auch besser und ihr müsst nicht bei Marx auf Rettung hoffen.

Um sich besser zu fühlen erinnert doch stark an die verwendete Phrase als Toraufschrift an nationalistischen Konzentrationslagern.
Rechte Stimmungsmacher.
Es gibt mit Sicherheit freiwillige Spenden für einen guten Psychologen, den Sie sich schlicht so scheint es, nicht leisten können.
Sie können gar nicht so viel arbeiten, um meinen Lebensunterhalt zu finanzieren.
Das Sie den mehrerer Menschen berappen hat den Anschein einer geistigen Verwirrung.
Außer Lügenkonstrukten vielleicht noch ein Beitrag zum eigentlichen Artikel?
Wie Sie es schaffen ständig den Bogen zu rechter Polemik zu schlagen. Da wird aus einer Mücke ein Migrant.

... wird man doch sicherlich auch bei anderen Namensgebern nach 200 Jahren und mehr rassistische oder menschenfeindlcihe Äußerungen finden. Schaun mer mal. Wie wäre es mit Martin Luther und sein Verhältnis zu den Juden? Da muss doch Wittenberg den Zusatz Luther streichen, oder?

Am besten alle Namen werden durch Zahlen ersetzt. Dann sieht zwar keiner mehr durch,aber alles politisch korrekt.