Gefährliche Tierfalle

:

Junge von Schussapparat gegen Mäuse schwer verletzt

Der Sechsjährige musste mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum geflogen werden.
             
Der Sechsjährige musste mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum geflogen werden.  
Patrick Pleul

Die Falle war unter einem Eimer versteckt und eigentlich gegen Wühlmäuse gedacht. Stattdessen verletzte sich ein kleiner Junge an der Apparatur. Der Bolzen bohrte sich in seine Hand.

Ein kleiner Junge ist am Samstagnachmittag in Brunn bei Altentreptow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) durch einen Schussapparat für Wühlmäuse schwer verletzt worden. Der Sechsjährige wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Uniklinikum Greifswald gebracht, teilte die Polizei mit. Das Kind verletzte sich, als es den unter einem Eimer versteckten Schussapparat in die Hand nahm. Dabei löste der Junge die Falle aus und wurde von einem Bolzen in die rechte Hand getroffen.

Die Polizei ermittelt nun wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen einen 74-Jährigen aus dem Dorf, der die Falle aufgestellt haben soll. Ein Polizeisprecher sagte am Sonntag, dass ein solcher „Selbstschussapparat“ nur auf dem eigenen, umzäunten Grundstück aufgestellt werden dürfe. Die Falle, durch die das Kind verletzt wurde, stand allerdings außerhalb eines umzäunten Grundstücks. Warum der Mann den Apparat dort aufstellte, war zunächst unklar.

Wühlmäuse sind Hobbygärtnern ein Dorn im Auge, weil sie Wurzeln von jungen Obstbäumen und Sträuchern fressen und Blumenzwiebeln und Wurzelgemüse anknabbern. Deshalb sollten sie vor allem im Frühjahr bekämpft werden, empfehlen Experten. Als besonders harmlose Methode gelten Klappermühlen, die die Mäuse durch Lärm vertreiben sollen.