Jacqueline Bernhardt (Die Linke), Justizministerin von Mecklenburg-Vorpommern, plant ihren Antrittsbesuch bei der Verbraucherz
Jacqueline Bernhardt (Die Linke), Justizministerin von Mecklenburg-Vorpommern, plant ihren Antrittsbesuch bei der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern in Rostock im Januar. Jens Büttner
Landesregierung MV

Justizministerin will Verbraucherzentrale MV stärken

Die Justizministerin fordert mehr Geld, um etwa digitale Angebote der Verbraucherzentrale auszuweiten.
dpa
Schwerin

Justizministerin Jacqueline Bernhardt (Linke) will die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern stärken, um die Position der Verbraucher vor allem gegenüber Konzernen zu verbessern. „Die Unternehmen stocken ihre Juristen massiv auf”, sagte die Ministerin. Damit auch die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern schlagkräftiger wird, sollen Bernhardt zufolge die digitalen Angebote ausgeweitet werden. Dabei seien während der Corona-Pandemie bereits gute Fortschritte gemacht worden.

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Der weitere Ausbau koste Geld. Sie plädiere dafür, dass die Zentrale künftig einen geringeren Anteil ihrer Einnahmen aus der Beratungstätigkeit an das Land abführen müsse. Bisher seien es 50 Prozent. Bernhardt sprach sich für eine geringere Quote aus, ohne dabei Zahlen zu nennen. Sie hoffe, dies in den Haushaltsberatungen in der Landesregierung durchzubekommen, sagte Bernhardt. Die Gespräche beginnen im Januar. Zudem strebe sie eine zusätzliche halbe Stelle für die Verbraucherzentrale an.

Die Ministerin verwies auch auf den vorbeugenden Charakter der Arbeit der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern. So werde über die Gefahren von Fake-Shops im Internet oder über betrügerische Anrufe informiert. Wichtig sei auch das Beschwerdepostfach der Verbraucherzentrale im Internet.

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Dort würden Hinweise über Probleme aus Verbrauchersicht gesammelt und – wenn darin ein größeres Problem erkannt wird – von den Experten an den Landes- und Bundesgesetzgeber mit der Bitte weitergeleitet, Abhilfe zu schaffen. Bernhardt plant ihren Antrittsbesuch bei der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern in Rostock im Januar.

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