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Kampf gegen Diabetes startet in neuer Klinik

Das neue Diabeteszentrum in Karlsburg hat neun Millionen Euro gekostet.
Das neue Diabeteszentrum in Karlsburg hat neun Millionen Euro gekostet.
Stefan Sauer

Besonders komplizierte Erkrankungen sollen bald in einem medizinisch einzigartigen Innovationszentrum behandelt werden.

Noch in diesem Jahr sollen die ersten Patienten mit besonders komplizierten Folgen einer Diabetes-Erkrankung wie chronischen Wunden und Infektionen einziehen. Dem Rohbau des neuen Diabetes-Innovationszentrums am Klinikcampus Karlsburg wurde gestern die Richtkrone aufgesetzt.

Mit der bundesweit einzigartigen Einrichtung würden Grundlagenforschung, angewandte klinische Forschung und Behandlung erstmalig unter einem Dach zusammengeführt, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU). Die Investition belaufe sich auf neun Millionen Euro, sie werde mit rund acht Millionen Euro EU-Mitteln gefördert. „Die optimierte Behandlung der Patienten in Karlsburg und die gleichzeitige Möglichkeit von Forschung an innovativen Methoden und Techniken sind ein Beitrag dazu, Mecklenburg-Vorpommern auf dem Weg zum führenden Gesundheitsland voranzubringen“, sagte der Minister.

Patient wird auf gefährliche Keime untersucht

Der Multifunktionsbau mit 2000 Quadratmetern Fläche wird im Basisgeschoss einen septischen OP-Saal, Labore sowie Seminar- und Arbeitsräume für Wissenschaftler und Studenten besitzen. Im Obergeschoss soll eine Klinik mit 28 Betten eingerichtet werden.

„Im Kampf gegen die große Volkskrankheit Diabetes, die sich in allen Industrieländern rasant entwickelt, werden wir nun noch stärker auf wissenschaftliche Kompetenzen setzen“, unterstrich der Ärztliche Direktor des Klinikums Karlsburg, Wolfgang Motz. Im neuen Zentrum würden vor allem Patienten mit chronischen Wunden und Infektionen therapiert, die oft Folgen einer Diabeteserkrankung seien und aufwändige Behandlungen verlangten. Deshalb werde der Patient bei der Aufnahme auf gefährliche Keime untersucht. Patienten mit entsprechender Keimbelastung könnten dann in Einzelzimmern untergebracht werden.