Dieser Eurofighter wurde am Mittwoch zur Mittagszeit über Burg Stargard gesichtet. Aktuell fliegen vermehrt Flieger der L
Dieser Eurofighter wurde am Mittwoch zur Mittagszeit über Burg Stargard gesichtet. Aktuell fliegen vermehrt Flieger der Luftwaffe über der Region. Felix Gadewolz
Luftwaffe

▶ Kampfjets verbreiten Fluglärm über Mecklenburg-Vorpommern

Über der Seenplatte und dem südlichen Vorpommern sind seit Tagen laute Kampfjets unterwegs. Bürger sind überrascht, die Luftwaffe hält sich mit Informationen zurück.
Neubrandenburg

Tiefe Flugbahnen und unheimlich viel Krach: In dieser Woche sind auffällig viele Düsenflieger über dem südöstlichen Mecklenburg-Vorpommern unterwegs, mehr als die Menschen in der Region ohnehin schon durch Übungen der Luftwaffe gewohnt sind. Am Dienstagabend war ein besonders lautes Manöver zu hören, als mehrere Flieger mehr als eine halbe Stunde über dem Raum Neubrandenburg kreisten und anhaltend lautes Getöse verbreiteten. Am Mittwoch waren ebenfalls immer wieder Flieger zu hören.

Dieses Video zeigt einen Eurofighter über Burg Stargard am Dienstagnachmittag.

[Video]

Das sagt die Luftwaffe

Wie das zuständige Luftfahrtamt der Bundeswehr am Mittwochabend auf Anfrage des Nordkurier erklärte, habe es sich um einen militärischen Übungsflug von Eurofightern gehandelt, der am Dienstag zwischen 14 Uhr und 20.30 Uhr stattgefunden habe. Sie hätten dafür einen für den "militärischen Übungsflugbetrieb reservierten Luftraum" genutzt. Am Abend zwischen 18.45 Uhr und 20 Uhr seien zwei der Kampfjets in mittleren Höhen direkt oberhalb Neubrandenburgs geflogen. Von zunächst 3050 Metern über dem Meeresspiegel seien sie dann beim Rückflug zum Flugplatz auf 1830 Meter abgesunken. Neubrandenburg liegt auf einer Höhe von 18 Metern.

Weiterhin seien am Flugverkehr der Bundeswehr an diesem Tag Transportflugzeuge vom Typ A400M beteiligt gewesen, die auf dem Flughafen Trollenhagen starteten. Diese hätten aber an einer anderen Übung teilgenommen. Weitere Aussagen zum Inhalt der Übungsflüge wollte der Sprecher nicht machen, auch nicht zu den verwendeten Außenlasten der Maschinen, also etwa einer Bewaffnung.

Aktualisierung: An dieser Stelle wurden um 18.50 Uhr Informationen der Luftwaffe ergänzt.

Aktuelle Militärübung auf Rügen

Somit ist auch nicht klar, ob die Flüge im Zusammenhang mit der Übung „Schneller Adler” stehen, die aktuell auf und um Rügen stattfindet. Die Bundeswehr hatte in diesem Zusammenhang bereits angekündigt, dass es in dieser Woche zu einer erhöhten Lärmbelästigung und Straßensperren kommen kann.

1200 Soldaten aus Deutschland und den Niederlanden proben in Peenemünde, Sassnitz und Barth verschiedene Rettungsszenarien auf dem Wasser, zu Land und in der Luft. Die Bundeswehr rief die Menschen dazu auf, sich von den beteiligten Einheiten möglichst fernzuhalten.

Sorge um ukrainische Flüchtlinge

Mehrere Leser meldeten sich in dieser Woche beim Nordkurier und zeigten sich überrascht über das massive Aufkommen von Militärflugzeugen am Neubrandenburger Himmel. Frank Dudzak zum Beispiel sorgt sich besonders um die ukrainischen Flüchtlinge in der Stadt und schreibt: „Die müssen doch denken, hier in Deutschland ist es genauso schlimm wie in ihrer Heimat. Man hat Sirenenlärm reduziert, damit sie nicht an ihre Heimat erinnert werden. Aber unsere europäische Luftwaffe nimmt keine Rücksicht auf diese Situation.”

Weiterlesen: Mehr Militär-Flüge über MV wegen Ukraine-Krieg

Bei Sorgen, Wünschen oder Problemen rund um den militärischen Flugbetrieb hat das Luftfahrtsamt der Bundeswehr ein kostenloses Bürgertelefon eingerichtet: 0800 8620730

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Kommentare (1)

Präsenz markieren lautet die Devise. Lieber deutsche als russische Flugzeuge am Himmel. Bis an die Zähne bewaffnet.