Leif-Erik Holm (l.) ist der neue Fraktionsführer der AfD im Schweriner Landtag, Matthias Manthei sein Stellvertreter.
Leif-Erik Holm (l.) ist der neue Fraktionsführer der AfD im Schweriner Landtag, Matthias Manthei sein Stellvertreter. Daniel Reinhardt
Los muss entscheiden

Kampfkandidaturen in der neuen AfD-Landtagsfraktion

Landeschef Leif-Erik Holm ist am Donnerstag auch zum Fraktionschef gewählt worden. Bei der Wahl zum Parlamentarischen Geschäftsführer musste sogar das Los entscheiden.
Schwerin

Machtkampf und Gerangel um Posten in der neuen AfD-Landtagsfraktion: Die 18 Abgeordneten haben am Donnerstag hinter verschlossenen Türen Landeschef Leif-Erik Holm zum Fraktionschef gewählt. Während Holm glatt durchkam, kam es bei der Wahl zum Parlamentarischen Geschäftsführer zu Kampfkandidaturen. Am Ende musste nach Informationen des Nordkurier sogar das Los entscheiden.

Fortuna entschied sich dabei für Holms Co-Landesvorsitzenden Matthias Manthei, der sich gegen den Greifswalder Rechtsprofessor Ralph Weber und den Schweriner Kreisvorsitzenden Thomas de Jesus Fernandes durchsetzte. Beide werden am rechten Rand der Partei verortet, während Holm und Manthei als gemäßigt gelten. Weber schied als erster aus, de Jesus Fernandes und Manthei lagen schließlich gleichauf.

Weber, Arppe und Komning im Fraktionsvorstand

Holm bestätigte zwar seine und Mantheis Wahl, wollte sich aber nicht zu den Kampfkandidaturen äußern. Die Ergebnisse sollten geheim bleiben, habe die Fraktion beschlossen, so Manthei. Die AfD fordert von den etablierten Parteien immer wieder Transparenz ein und wirbt für sich mit dem Slogan „Mut zur Wahrheit.“

Zwei Tage zuvor hatte die CDU-Fraktion das Ergebnis der Wahl zu ihrem neuen Parlamentarischen Geschäftsführer bekannt gegeben: Torsten Renz, der Wolf-Dieter Ringguth ablöste, wurde mit 14 Ja-Stimmen, einem Nein und einer Enthaltung gewählt. Die SPD-Fraktion und die Linken müssen noch abstimmen.

Weber wurde am Nachmittag ebenso wie Holger Arppe und Enrico Komning in den Fraktionsvorstand gewählt. Sie werden ebenso zum rechten Flügel der Partei gezählt. Die AfD hatte bei der Landtagswahl am Sonntag 20,8 Prozent der Stimmen bekommen und wurde zweitstärkste Kraft nach der SPD.

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