Diese Kegelrobbe robbte am Dienstag über den Ostseestrand von Zingst.
Diese Kegelrobbe robbte am Dienstag über den Ostseestrand von Zingst. Polizei Barth
Diese Kegelrobbe robbte am Dienstag über den Ostseestrand von Zingst.
Diese Kegelrobbe robbte am Dienstag über den Ostseestrand von Zingst. Polizei Barth
Zingst

Kegelrobbe ruht sich am Ostseestrand aus

Bei Zingst lag eine Kegelrobe am Ostseestrand. Das Ordnungsamt sorgte dafür, dass niemand das geschützte Tier stört.
Zingst

Eine Kegelrobbe hat sich offenbar über mehrere Stunden am Ostseestrand von Zingst (Landkreis Vorpommern-Rügen) ausgeruht. Eine Spaziergängerin entdeckte die rund 60 Zentimeter große Robbe am Dienstagvormittag, wie die Polizei mitteilte. Mitarbeiter des Ordnungsamtes sperrte den Bereich danach weitläufig ab.

Sowohl von den Robben selbst könnten gefahren ausgehen, als auch für diese Tiere könnten Gefahren bestehen, heißt es dazu. So könnten sie Passanten oder Hunde beißen, wenn sie sich nähern. Robben sind eine geschützte Tierart.

Vermutlich suchte sie nur Ruhe

Wenige Stunden später stellten die Mitarbeiter des Ordnungsamtes dann fest, dass sich das Jungtier ins Wasser zurückgezogen und den Strand vermutlich nur zum Ausruhen genutzt hatte. Die Robbe war demnach augenscheinlich unverletzt.

Die Polizei verweist auf folgende Empfehlungen des BUND für Tiersichtungen wie diese:

  • Abstand von etwa 100 Metern halten
  • Hunde anleinen
  • Behörden (Ordnungsamt, Kurverwaltung, Meeresmuseum, Rettungsleitstelle, BUND e.V. o.a.) über die Tiersichtung informieren, damit diese eine Absperrung organisieren können, z.B. über die kostenlose Behördenrufnummer 115
  • Sichtungen über Meeressäuger an der Ostseeküste über die App „OstSeeTiere” melden und damit einen Beitrag für die Wissenschaft undForschung leisten – Tiere nicht füttern, anfassen oder mitnehmen
  • Ruhe bewahren und den besonderen Moment genießen.

Insbesondere beim Auffinden von Jungtieren am Strand sollten sich die Spaziergänger keine Sorgen machen und die Robben in Ruhe lassen, so der BUND. Es sei ganz natürlich, dass die kleinen Robbenbabys in den ersten Wochen alleine am Strand liegen, während das Muttertier zur Jagd im Wasser unterwegs ist. Diese kehre nach jedoch regelmäßig zum Säugen ihres Jungen zurück.

Der BUND rät dazu, private Fotos erst zeitverzögert zu veröffentlichen, um keinen Besucheransturm zu verursachen.

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