Der Fischverkaufskutter "Anja" war im Stralsunder Hafen gesunken.
Der Fischverkaufskutter „Anja” war im Stralsunder Hafen gesunken. Stefan Sauer
Nach der Bergung untersuchte die Polizei den Kutter, fand jedoch kein Leck.
Nach der Bergung untersuchte die Polizei den Kutter, fand jedoch kein Leck. Stefan Sauer
Was hat also das Sinken des Kutters ausgelöst?
Was hat also das Sinken des Kutters ausgelöst? Stefan Sauer
Polizei rätselt

Kein Leck und dennoch ist Kutter in Stralsund gesunken

In Stralsund ist ein Kutter gesunken. Die Polizei stehtl allerdings vor einem Rätsel, denn sie hat kein Leck gefunden. Erst wenige Wochen zuvor sank ein zweites Schiff des Betreibers.
dpa
Stralsund

Der vor einer Woche gesunkene Fischkutter in Stralsund gibt der Polizei weiter Rätsel auf. „Wir haben nach der Bergung bisher kein Leck gefunden, was das Sinken des knapp 14 Meter langen Schiffes erklären würde”, sagte der Leiter der Stralsunder Wasserschutzpolizei, Fredi Ewert, am Montag.

Nach dem Leerpumpen des Verkaufskutters, der im Stadthafen gesunken und wieder gehoben worden war, sei kein Wasser in das Schiff eingedrungen, als es zum Seehafen geschleppt wurde. „Das ist etwas mysteriös”, sagte Ewert. Die Ermittlungen zur Ursache dauerten deshalb noch an.

Keine Hinweise auf Fremdeinwirkung

Das etwa 40 Tonnen schwere Schiff, Baujahr 1965, war in der Nacht zum 27. Januar gesunken. Am Tag davor wurden noch Fischbrötchen verkauft. Unterdessen wurde bekannt, dass der Betreiber des Imbiss-Kutters diesen jetzt sowieso aus dem Wasser hätte holen müssen. „Die turnusmäßige Überprüfung der Schwimmfähigkeit stand wieder an”, sagte Ewert. Diese „Schwimmfähigkeitsbescheinigung” sei alle zwei Jahre durch Sichtprüfung an Land zu erneuern.

Die Polizei habe bisher keine Hinweise auf Fremdeinwirkung, sagte Ewert. Eine angeblich defekte Planke, wie vom Eigentümer angegeben, könne die Polizei nicht bestätigen. Der Betreiber hat nach Angaben der Polizei ein weiteres Imbiss-Schiff im benachbarten Altefähr liegen. Dieses war im Dezember 2018 gesunken und musste geborgen werden, wofür ein Sturmschaden verantwortlich sein soll.

zur Homepage