VERDI

Keine Busse für Schüler und Pendler am Dienstag in MV

Verdi erhöht im Arbeitskampf den Druck auf die kommunalen Arbeitgeber. Am Dienstag soll deshalb auch in MV der ÖPNV bestreikt werden. Es gibt aber Ausnahmen.
dpa
Die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) wird am Dienstag von 3 bis 9 Uhr streiken.
Die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) wird am Dienstag von 3 bis 9 Uhr streiken. Bernd Wüstneck
Neubrandenburg.

Pendlern und Schülern in Mecklenburg-Vorpommern droht ein nerviger Dienstagmorgen: Die Gewerkschaft Verdi hatte am Freitag Warnstreiks im Öffentlichen Nahverkehr angekündigt, die sich auch auf den ÖPNV in Mecklenburg-Vorpommern massiv auswirken werden. Zur Arbeitsniederlegung aufgerufen sind alle öffentlichen Nahverkehrsunternehmen mit Ausnahme des Schweriner Nahverkehrs und der Anklamer Verkehrsgesellschaft im Landkreis Vorpommern-Greifswald, wie Verdi-Gewerkschafter Karl-Heinz Pliete am Freitag sagte.

Keine Busse für Schüler

In Rostock zum Beispiel soll sich die Belegschaft der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) ab Betriebsbeginn gegen 3 Uhr bis etwa 9 Uhr an einem Warnstreik beteiligen, wie das Unternehmen mitteilte. „Für die Dauer des Streiks entfallen sämtliche Fahrten auf allen Bus- und Straßenbahnlinien”, hieß es. Nach Ende des Warnstreiks werde es eine Weile dauern, bis alle Busse und Straßenbahnen wieder fahrplanmäßig unterwegs seien. Die S-Bahnen und Regionalzüge der Deutschen Bahn sowie die Fähren seien vom Warnstreik nicht betroffen.

Auch Nahbus in Nordwestmecklenburg warnte bereits seine Fahrgäste vor Einschränkungen. Das Unternehmen appellierte insbesondere an die Eltern, deren Kinder mit Nahbus zur Schule fahren, Vorkehrungen zu treffen.

Verdi hat für Dienstag bundesweit Warnstreiks im Öffentlichen Nahverkehr angekündigt. Damit will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber in der laufenden Tarifauseinandersetzung für den ÖPNV erhöhen. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hat eigenen Angaben zufolge die Aufnahme von bundesweiten Verhandlungen bei gleichzeitigen Tarifrunden auf Landesebene abgelehnt.

Verdi fordert Rahmentarifvertrag

Es handelt sich hierbei um eine andere Tarifauseinandersetzung als die große Entgelttarifverhandlung, die derzeit läuft und wegen der es in dieser Woche zu mehreren Warnstreiks in anderen Bundesländern gekommen war. Mecklenburg-Vorpommern blieb davon bislang unberührt.

Verdi geht es in der ÖPNV-Auseinandersetzung den Angaben zufolge um einen einheitlichen Rahmentarifvertrag für die bundesweit rund 87.000 Beschäftigten. Es gehe um einheitliche Regeln etwa für Sonderzahlungen, Urlaub, Schichtzulagen oder den Ausgleich von Überstunden.

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Kommentare (5)

Warum keinen Druck wegen der hohen Steuern? Warum keinen Druck wegen der hohen Strompreise? Bekommt einer mehr, dann haben die Anderen weniger, dass macht wenig Sinn. Wenn wir aber Strompreise hätten, wie Sie in Europa üblich sind, dann hätte jeder 500 Euro mehr und das macht Sinn. Sie streiken für die falsche Sache und werden von der Gewerkschaft missbraucht um von den echten Problemen abzulenken.

Teilen Sie doch ihrem Arbeitgeber mit, dass Sie erst wieder erscheinen, wenn der Strom billiger ist und die Steuern sinken.
Ich wünsche ihnen viel Erfolg bei diesem "Arbeitskampf".

Sie bekommen mehr, dann streikt der nächste usw. Wichtig ist nicht, was Sie bekommen, wichtig ist, was Sie dafür bekommen. Mit einer anderen Regierung würden Sie deutlich mehr bekommen, dann aber alle. Und ja, jeder kann da mithelfen, jeder.

Das EU-Kommission hat schon vor Jahren beschlossen, dass Schluss ist mit billig, billig undzwar für sämtliche Energieerzeugnisse. Die EDF in Frankreich ist angesichts der Milliardenforderung einer drohenden Kartellstrafe als erster staatlicher Versorger eingeknickt.

Aus der Nummer kommst du auch nicht mit einer anderen Regierung in Deutschland raus. Und selbst ohne EU wie es England anstrebt ist der Energiemarkt frei für den Preiskampf nach oben.

Du glaubst doch nicht allen ernstes, dass gerade deine wirtschaftsliberalen Eierbläser von der AfD, die sämtliche Staatsfürsorge der Preisaufsicht ablehnen, ausgerechnet den Energiemarkt, an dem Billionen von 'Banknoten deiner Wahl' wieder verstaatlichen wollen? So naiv kann man nicht sein.

Satz
Und Sieg...