KLARSTELLUNG AUS SCHWERIN

Kernfamilie darf doch weiter ohne Quarantäne einreisen

Ja, Nein, Vielleicht – und jetzt doch wieder Ja: Die Kernfamilie ist von den Einreise-Beschränkungen für Menschen aus Risikogebieten nach Mecklenburg-Vorpommern nicht erfasst. Das hat die Staatskanzlei klargestellt.
Die Staatskanzlei stellte am Sonntagabend nach einiger Verwirrung klar: Die Kernfamilie kann und darf sich weiterhin sehen.
Die Staatskanzlei stellte am Sonntagabend nach einiger Verwirrung klar: Die Kernfamilie kann und darf sich weiterhin sehen. dpa-Archiv
Schwerin.

Die Corona-Verordnungen der Landesregierung von Mecklenbug-Vorpommern für Menschen aus Risikogebieten sorgen weiter für Wirbel – aber wenigstens in einem Punkt herrscht seit Sonntagabend Klarheit: Für die Kernfamilie, also für engste Verwandte (Eltern, Kinder, Großeltern, Enkel) und auch für Lebenspartner gilt die Quarantäne-Pflicht bei der Einreise und Wiedereinreise aus einem Risikogebiet ausdrücklich nicht. Zeitweise hatte es aus der Staatskanzlei heraus genau das Gegenteil geheißen.

Diese Rechtsauffassung bestätigte der Chef der Staatskanzlei, Heiko Geue (SPD), dem Nordkurier am Sonntagabend: „Für uns war immer völlig klar, dass die Kernfamilie von den Regelungen ausgeschlossen werden muss”, sagte der Politiker. Und er erklärte, wie es aus seiner Sicht zu dem Missverständnis gekommen ist: „In den am Freitag beschlossenen Regelungen wurde dann bei der Umsetzung im Ministerium offenbar übersehen, dass die Kernfamilie von der Quarantäne ausgenommen werden sollte. Deshalb hat der Gesundheitsminister die Regelungen noch im Laufe des Sonntagabends mit einer Allgeinverfügung klargestellt. Damit ist sichergestellt: Besuche der Kernfamilie sind auch weiterhin ohne Quarantäne möglich.”

Mehr Verständnis für Reisebeschränkungen

Geue kündigte darüber hinaus an, das Kabinett werde sich ebenfalls noch einmal mit den Regelungen befassen: „Wir werden bereits am Dienstag im Kabinett die Verordnung ebenfalls entsprechend ändern.“ Grundsätzlich wolle man an den jetzt geltenden Regeln aber festhalten, diese nur, falls notwendig, noch präziser formulieren.

Geue warb zugleich, wie zuvor schon seine Chefin Manuela Schwesig (SPD), für Verständnis dafür, dass Touristen aus Risikogebieten in Mecklenburg-Vorpommern besonders trengen Quarantäne-Vorschriften unterliegen, die einen Urlaub faktisch kaum möglich machen: „Ja, wir sind mit Bezug auf Touristen aus Berlin und anderen Risikogebieten sehr vorsichtig, das gebe ich zu. Aber wir können beispielsweise nicht unterscheiden, wer in Berlin wirklich Party macht und wer nicht Party macht. Die Gesundheit unserer Gäste und unserer Bevölkerung geht da vor.“

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Kommentare (1)

Wer sich gemäß EU-Ansiedlungsplan und UN-Migrationspakt zu einer entsprechenden Großfamilie zählt, darf selbstverständlich weiterhin gerne kommen.