TODESGEFAHR

Kinder (4 und 5) in Auto auf Rügen bei 23 Grad eingeschlossen

Ein aufmerksamer Zeuge bemerkte das Auto nur durch Zufall. Die Rettungskräfte hätten fast die Scheiben eingeschlagen, als die Mutter nach einer Stunde wieder auftauchte.
dpa
Die Kinder kamen in die Klinik nach Bergen.
Die Kinder kamen in die Klinik nach Bergen. NIKOLAS HOFFMANN
Samtens ·

Zwei Kinder (4 und 5) sind am Donnerstag in Samtens auf Rügen nach mehr als einer Stunde aus einem verschlossenen Auto befreit worden. Die Außentemperatur betrug zu diesem Zeitpunkt 23 Grad, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Kinder eine Stunde im Auto eingeschlossen

Ein Zeuge meldete der Polizei gegen 16.30 Uhr, dass ein schwarzes Auto vermutlich teilweise direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt gewesen sei. Der Anrufer sei nur durch Zufall auf das Fahrzeug aufmerksam geworden, da ein weiteres Auto eingeparkt war.

Bevor die Feuerwehr das Fahrzeug mit geschlossenen Fensterscheiben gewaltsam öffnen musste, konnte die 39-jährige Mutter erreicht werden, die umgehend die Türen öffnete. Die beiden Kinder wurden anschließend zur weiteren Untersuchung und Behandlung ins Krankenhaus nach Bergen gefahren. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der Körperverletzung gegen die Frau aufgenommen. Das Jugendamt wurde verständigt und eventuelle Verstöße gegen die Fürsorgepflicht werden geprüft.

Todesgefahr bei 36 Grad nach zehn Minuten

In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, dass Kinder und Tiere bei diesen sommerlichen Temperaturen grundsätzlich nicht im Fahrzeug zurückgelassen werden dürfen – auch nicht „nur kurz”! Schon bei Außentemperaturen um die 20 Grad Celcius kann sich der Innenraum eines Fahrzeugs innerhalb einer Stunde so stark aufheizen, dass Lebensgefahr besteht. Bei 36 Grad Celcius setzt diese Gefahr für Leib und Leben und damit für einen möglichen Hitzetod bereits nach ca. 10 Minuten ein. Wer bei Hitze eingeschlossene Personen und/oder Tiere im Fahrzeug feststellt, wird gebeten, schnellstmöglich den Besitzer des Fahrzeugs ausfindig zu machen bzw. umgehend die Polizei zu verständigen, ggf. auch den Rettungsdienst.

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Kommentare (4)

Direkt die Kinder aus dieser Familie holen! Wer sich so asozial seinen eigenen Nachwuchs gegenüber verhält, hat keine Kinder verdient. Was viele beim Kinder machen/kriegen vergessen, Kinder sind uns nichts schuldig. Wir sind ihnen gegenüber alles schuldig. Andersherum ist das zeugen von Kindern, purer Egoismus.

Sie erlauben keine Fehler im Leben? Ohne Fehler und daraus resultierenden Erkenntnissen lernt man äußerst schlecht.

Sie können mir glauben , ich bin selten einer Meinung mit mile... , aber in dem Punkt hat er fast Recht, zwar nicht gleich die Kinder aus der Familie holen , das wäre übertrieben , aber das ,das Jugendamt vielleicht mal vorbeischaut. Das hat , wie sie es schreiben mit ,,Fehler im Leben" nichts zu tun , wenn man z.B. nur kurz beim Bäcker anhält und das Auto im Blick hat , kein Problem , aber bei 1 Std. Jeder mit ein bisschen Verstand lässt über so lange Zeit(oder überhaupt) 1. sein(e) Kind(er) nicht allein im Auto und 2. ,schon gar nicht bei so einem Wetter.

Klar Fehler können passieren. Nur das war kein Fehler sondern grobe,fast vorsätzliche Fahrlässigkeit. Komisch hätte ein Hund drinnen gesessen statt Kinder, der Aufschrei wäre rießig. "Denkt an unsere Kinder" reine Rhetorik