Das DRK MV hat Kindern aus Hochwassergebieten die Möglichkeit bei einem kostenfreien Feriencamp neue Kraft zu tanken gebo
Das DRK MV hat Kindern aus Hochwassergebieten die Möglichkeit bei einem kostenfreien Feriencamp neue Kraft zu tanken geboten. Insgesamt nahmen rund 500 Kinder das Angebot an (Symbolbild). Annette Riedl
Nach der Flutkatastrophe

Kinder aus dem Ahrtal machen Ferien in MV

Um sich vom Alltag abzulenken haben rund 500 Kinder aus den Hochwassergebieten in Südwestdeutschland Urlaub an der Ostsee gemacht. Insgesant hat das Rote Kreuz sechs Feriencamps organisiert.
dpa
Schwerin

Rund 500 Kinder aus den Hochwassergebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben in den zurückliegenden drei Monaten in Mecklenburg-Vorpommern Ablenkung und Erholung gefunden. Wie das Deutsche Rote Kreuz des Landes am Montag als Organisator der Feriencamps mitteilte, verließ jetzt die letzte Gruppe den Nordosten.

Dabei habe es sich um Schüler aus dem Ahrtal gehandelt, die eine einwöchige Klassenfahrt nach Rostock unternahmen. Die Schule im Heimatort der Kinder sei ein Opfer der Fluten geworden.

Mitte Juli hatten Regenfälle unter anderem den Fluss Ahr in kurzer Zeit zu einem reißenden Strom anschwellen lassen, der ganze Dörfer verwüstete. Mehr als 130 Menschen kamen in den Fluten ums Leben.

Nach Angaben von DRK-Landesgeschäftsführer Jan-Hendrik Hartlöhner wurden in Mecklenburg-Vorpommern sechs Feriencamps organisiert, in denen sich Kinder in jeweils einwöchigen Durchgängen erholen konnten. Auch die An- und Abreisen wurden vom DRK übernommen. „Unglaublich, was die Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen in den Camps auf die Beine gestellt haben. Die vielen leuchtenden Kinderaugen sind unser Dank”, sagte Hartlöhner. Er kündigte an, die Camps für Kinder aus den vom Hochwasser gezeichneten Regionen auch im nächsten Jahr fortzuführen.

Unmittelbar nach der Flutkatastrophe hatte das DRK im Nordosten Ferienangebote für Kindern im Alter von 8 bis 14 Jahren unterbreitet, unter anderem in Ummanz auf Rügen, in Waren, Damshagen (Nordwestmecklenburg) und Rostock. Die ersten Camps starteten im August, das letzte ging am Freitag zu Ende. Unterstützt wurde die Aktion auch von regionalen Unternehmen, die zum Beispiel Lebensmittel zur Verfügung stellten.

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