TRAUER IM DARWINEUM

Kleiner Gorilla im Rostocker Zoo tot geboren

Die Trauer ist groß, vor allem bei Mutter Yene: In der Nacht zu Montag brachte das Gorilla-Weibchen eine Totgeburt zur Welt – und umsorgt nun den leblosen Nachwuchs.
Ralph Sommer Ralph Sommer
Yene trauert um ihr Baby. Sie hatte in der Nacht zum Montag eine Totgeburt zur Welt gebracht. (Archivbild)
Yene trauert um ihr Baby. Sie hatte in der Nacht zum Montag eine Totgeburt zur Welt gebracht. (Archivbild) Zoo Rostock
Früher hat sich  Kwame vor allem für das Essen interessiert. Jetzt rücken verstärkt die Weibchen in seinen Fokus.
Früher hat sich Kwame vor allem für das Essen interessiert. Jetzt rücken verstärkt die Weibchen in seinen Fokus. Zoo Rostock
Rostock.

Die Hoffnungen auf den ersten Gorillanachwuchs im Rostocker Darwineum waren groß. Zum ersten Mal war Gorilladame Yene schwanger. Doch in der Nacht zu Montag brachte das 18-jährige Weibchen eine Totgeburt zur Welt. Leider sei der kleine Gorilla zu früh und nicht lebensfähig geboren worden, sagte Zoodirektor Udo Nagel. Nun trauere seine Mutter. „Yene trägt ihren leblosen Nachwuchs umher und umsorgt ihn.“

Dass auch Menschenaffen um den Verlust eines Kindes trauern, sei ein völlig normales Verhalten, das auch in freier Natur üblich sei. „Gerade bei den Erstgeburten ist es nicht selten, dass diese mit einer Fehl- oder Totgeburt enden. Um diesen Verlust zu verarbeiten und sich in Ruhe von ihrem Kind verabschieden zu können, bleibt das Jungtier bei Yene, bis sie es selbst ablegt.“

Hoffnung im Gorillagehege

Doch es gibt auch Hoffnungen im Gorillagehege. Der erst acht Jahre alte Gorillajunge Kwame sei nämlich auf dem besten Weg, ein echter Silberrücken zu werden, sagte Nagel. Damit würden die Chancen auf den ersten eigenen Gorillanachwuchs wachsen.

Kwame war als Fünfjähriger aus dem Zoo Heidelberg nach Rostock gekommen. Der umtriebige Jungspund war sofort von dem 45-jährigen Rostocker Silberrücken Assumo „adoptiert“ und in die Gruppe eingeführt worden. Beide Männchen lebten heute in einer harmonischen WG zusammen mit Zola (11), Eyenga (15) und Yene (18). Inzwischen sei Kwame geschlechtsreif und könne auch Schritt für Schritt in seine neue Führungsrolle hineinwachsen.

In einem Nachbargehege des 2012 eröffneten Darwineums genießen außerdem noch Silberrücken Gorgo (38) und sein Weibchen Bebe (41) ihren Altersruhesitz.

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