BANSINER TROPENZOO

Kleinstem Zoo MVs droht das Aus

Weil der kleine Tropenzoo in Bansin auf Usedom seit Monaten geschlossen ist, laufen die Kosten aus dem Ruder. Jetzt rufen die Tierparks in Mecklenburg-Vorpommern zu einer Spendenaktion auf.
Die Goldkopflöwenäffchen gehören zu den Lieblingen bei den Gästen des Tropenzoos Bansin auf der Insel Used
Die Goldkopflöwenäffchen gehören zu den Lieblingen bei den Gästen des Tropenzoos Bansin auf der Insel Usedom. (Foto: Tropenzoo) Tropenzoo
Auch zahlreiche Lurche wie der Blaue Baumsteiger, leben im Tropenzoo Bansin. (Foto: Tropenzoo)
Auch zahlreiche Lurche wie der Blaue Baumsteiger, leben im Tropenzoo Bansin. (Foto: Tropenzoo) Tropenzoo
Bansin ·

Dem kleinsten Zoo Mecklenburg-Vorpommerns droht das Aus. Der 1995 in privater Trägerschaft eröffnete Tierpark in Bansin auf der Insel Usedom ist seit dem ersten Lockdown vor mehr als 270 Tagen geschlossen und hat seitdem keinen Euro mehr verdient. Längst sind die Kosten aus dem Ruder gelaufen. Nun startete der Landeszooverband einen Aufruf zu Hilfeleistungen und einer Spendenaktion.

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Im Gegensatz zu den größeren Tierparks verfügt der Usedomer Zoo kaum über Außengehege und muss dementsprechend ganz ohne Besucher auskommen. Ein Ende ist nicht abzusehen. Erschwerend kommt hinzu, dass der 1.550 Quadratmeter große Tropenzoo mit rund 150 Tieren aus 70 Arten und etwa 120 exotischen Pflanzen aus dem Raster der üblichen Unterstützungshilfen fällt und es nur wenige bis gar keine Hilfen gibt. „Leider ist es bei uns nicht möglich, die Kosten herunterzufahren“, sagt Tropenzoo-Chef Bernd Thews. Die Aufwendungen für Futter, Wärme, Personal und Pacht würden aber weiterlaufen.

Aufruf, dem Zoo zu helfen

Natürlich müssten alle Tiere versorgt werden, sagt Thews. „Und das alles ohne Einnahmen, seit über einem halben Jahr!“ Jeden Monat würden etwa 12.000 Euro Kosten anfallen, allein 700 Euro davon für das Futter.

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Der Wolgaster Tierparkleiter Mirko Daus hat deshalb im Namen des Landeszooverbandes landesweit dazu aufgerufen, dem Basiner Tropenzoo zu helfen. „Es gibt viele Möglichkeiten, auch mit kleinen Zuwendungen, dieses zoologische Kleinod zu unterstützen. Sei es mit einem kleinen Geldbeitrag, einer Futterspende oder einer Patenschaft. Jeder kann helfen! Auch in Zukunft soll es für Urlauber, Einheimische und vor allem für Kinder die Möglichkeit geben, all diese exotischen Tiere zu bestaunen und Wissen über deren Leben zu erlangen.“

Futterspenden erwünscht

Konkret würde sich der Tropenzoo Bansin über Futterspenden in Form von frischem Obst und Gemüse oder Einstreu und Rindenmulch freuen. Auch die Übernahme von Tierpatenschaften wäre hilfreich. Außerdem nehmen die vier erfahrenen Mitarbeiter im Tropenzoo auch Angebote im gärtnerischen oder handwerklichen Bereich an, um auf diesem Weg die Finanzlage zu verbessern. Eine finanzielle Zuwendung kann über die neue Spendenapp des Tropenzoos überwiesen werden.

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Im Tropenzoo Bansin leben unter anderem Krallenaffen, mehrere Echsenarten, Schlangen, Chamäleons, Geckos und Schildkröten. Pro Jahr hatte der kleine Tierpark durchschnittlich 30.000 Besucher begrüßt. Im Coronajahr 2020 waren es nur knapp 17.000 Gäste.

Im Landeszooverband Mecklenburg-Vorpommern arbeiten 20 Zoos, tiergärtnerische Einrichtungen und die Umweltpädagogen des Landes zusammen. Der Verband hat sich der Förderung der tiergärtnerischen Einrichtungen als Stätten der Bildung, der Wissenschaft, des Umwelt-, Natur-, Arten- und Tierschutzes und des Tourismus verschrieben. Mit jährlich mehr als drei Millionen Besuchern zählen die Zoos und Tiergärten im Nordosten zu den beliebtesten Ausflugsorten für Einheimische und Urlauber.

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Kommentare (4)

Ich hoffe das das politische aus für Frau Schwesig die durch Abschottung und Ausgrenzung die Firmen in die Pleite treibt.

soll das ganze Schloss mit der Schloßherrin ihre Zuwendungen spenden, für Arbeit dürften sie nix bekommen.

Die Ministerin Schwesig arbeitet,???

Leider ignoriert Frau Schwesig alles .Ihr ist es egal ob es Menschen oder Tieren schlecht geht mit ihrer Abgrenzung und Abschottung.