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Knappere Kartoffeln lassen Preise für die Kunden steigen

Das Erntejahr 2015 war für die Kartoffelbauern nicht so großartig wie das vergangene. Dementsprechend ist die Ware im Handel teurer.
Das Erntejahr 2015 war für die Kartoffelbauern nicht so großartig wie das vergangene. Dementsprechend ist die Ware im Handel teurer.
Ole Spata

Nach der Entspannung im vergangenen Jahr hat sich der Kartoffelpreis zuletzt deutlich erhöht. Hinzu kommt: Die Ernte 2015 fiel deutlich schlechter aus als 2014. Wohin gehen die Preise noch?

Die Benzinpreise fallen. Die Preise für Gemüse und Obst steigen. Im November dieses Jahres kostete das Obst über zwölf Prozent mehr als November 2014. Beim Gemüse waren es 9,4 Prozent. Hauptkostentreiber ist die Kartoffel. Um mehr als ein Viertel verteuerten sich die Tüften gegenüber dem Vorjahr, hieß es vom Bundesamt für Statistik. Der Grund: Die schlechte Ernte.

Zur Wende gab es deutlich mehr Kartoffel-Anbau

Aus fast allen Bundesländern wurden deutlich niedrigere Ergebnisse gemeldet als 2014. Beispiel Brandenburg: Wurden im Vorjahr noch mehr als 420 000 Tonnen gerodet, waren es 2015 nur noch knapp 323 000 Tonnen. Vor allem die sommerliche Trockenheit machte den Kartoffel-Bauern zu schaffen. Hinzu kam die Reduzierung der Anbaufläche in der Mark um fast sieben Prozent. Ähnlich das Bild in MV, wo 50 000 Tonnen Kartoffeln weniger vom Acker geholt wurden: Erneut reduzierte sich die Anbaufläche für Kartoffeln um 400 Hektar – auf knapp 12 000 Hektar. Zum Vergleich: Zur Wende wurden in den drei Nordbezirken noch auf fast 100 000 Hektar Kartoffeln angebaut.

Werden die Erdäpfel nun noch teurer? Nein, davon gehe er nicht aus, sagt Sebastian Schwarz, Geschäftsführer des Deutschen Kartoffelhandelsverbandes.

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