Kommunalwahlen
Kokert (CDU) kann sich mehr Geld für Kommunalpolitiker vorstellen

CDU-Landeschef Vincent Kokert beim CDU-Landesparteitag in Rostock.
CDU-Landeschef Vincent Kokert beim CDU-Landesparteitag in Rostock.
Danny Gohlke

Die Entschädigungen, die ehrenamtliche Bürgermeister und Kommunalvertreter für ihre Arbeit erhalten, sind in MV seit Jahren nicht angehoben worden. Auch der CDU-Landeschef kann sich nun eine Erhöhung vorstellen.

CDU-Landeschef Vincent Kokert kann sich eine Erhöhung der Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Bürgermeister und sonstige Kommunalvertreter in Mecklenburg-Vorpommern vorstellen. „Wir müssen darüber nachdenken, ob die Höhe dieser Entschädigungen noch angemessen ist”, sagte Kokert am Sonnabend beim Landesparteitag der CDU in Rostock. Die CDU sei in dieser Frage „gesprächsoffen”, wenn die Kommunalverbände diese Forderung erheben würden.

Ehrenamtliche Bürgermeister erhalten in Mecklenburg-Vorpommern derzeit je nach Größe ihrer Gemeinde zwischen 420 und 2000 Euro im Monat als Aufwandsentschädigung. Auch die Stellvertreter erhalten eine Aufwandsentschädigung, in der Regel 20 Prozent der Bezüge des Bürgermeisters. Die Höhe der Beträge hat sich seit mehreren Jahren nicht mehr verändert und sind im Bundesländervergleich sehr niedrig.

Vor kurzem hatten die beiden ehrenamtlichen Bürgermeister Marcel Falk (parteilos) aus Stolpe an der Peene bei Anklam und Peter Bonitz (parteilos) aus Eixen (Vorpommern-Rügen) einen Appell an die Landesregierung gerichtet, die Gelder noch vor der Kommunalwahl im Mai 2019 zu erhöhen. Mit der CDU hat nun die Partei die Forderung aufgegriffen, die auf der kommunalen Ebene in MV mit Abstand die meisten Mandatsträger stellt.