WEHRDIENST BEIM DDR-WACHREGIMENT

Komning wehrt sich gegen Bezeichnung als Stasi-Mitarbeiter

Der Neubrandenburger AfD-Landtagsabgeordnete hat zum Ende der DDR anderthalb Jahre Wehrdienst beim Wachregiment Feliks Dzierzynski, das zur Stasi gehörte, abgeleistet. Ein Problem damit, hat er nicht.
Enrico Komning
Enrico Komning Daniel Bockwoldt
Neubrandenburg.

„Ich habe kein Problem mit einer Überprüfung auf Stasi-Vergangenheit”, macht Enrico Komning klar. Am Wochenende war genau dieses Thema dem AfD-Landtagsabgeordneten aus Neubrandenburg auf die Füße gefallen. Er war angetreten, um stellvertretender Landesvorsitzender seiner Partei zu werden, unterlag aber dem Gegenkandidaten Bernhard Wildt.

Komning hatte auf Nachfrage eines Parteimitgliedes einen Punkt seiner Biografie präzisieren müssen, den er bisher nur unter dem schlichten Wort „Wehrdienst” aufgeführt hat. Diesen Wehrdienst, so gibt Komning zu, habe er beim DDR-Wachregiment Feliks Dzierzynski abgeleistet, das dem Ministerium für Staatssicherheit unterstand.

Komning sieht sich nicht in Erklärungsnot

Er habe diesen Punkt bisher nicht öffentlich bekannt gemacht, erklärt Komning auf Nordkurier-Anfrage. „Ich wollte mich nicht für etwas rechtfertigen müssen, das keiner Rechtfertigung bedarf”, wehrt sich der 48-Jährige gegen eine Bezeichnung als Stasi-Mitarbeiter und erläutert, wie er zum Wachregiment gekommen sei. Er habe sich zum Ende seiner Schulzeit bereit erklärt, für drei Jahre zur Armee zu gehen. „Ich war als Schüler engagiert, hatte Pläne, wollte studieren.” Der Vater war Fähnrich der Nationalen Volksarmee, da sei ein längerer Wehrdienst keine abwegige Entscheidung gewesen.

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Kommentare (4)

Nach der Wende,wurden Angehörige dieses Regiment ,die dort freiwillig ihren Dienst geleistet haben in den BGS übernommen,dass gleiche galt für Angehörige des PKE. Beide unterstanden der Stasi .

Aus der Tatsache, Wehrdienstleistender oder Längerdienender (ab 3 J.) gewesen zu sein, kann nicht geschlußfolgert werden, daß ein Wehrdienstleistender ein Mitarbeiter gewesen sei. Dann müßten alle, die Wehrdienst geleistet haben, unabhängig, ob bei der Bereitschaftspolizei des Ministeriums des Innern, bei der NVA des Ministeriums für Nationale Verteidigung oder beim Wachregiment beim MfS, nach dem Wehrdienst Mitarbeiter ihrer jeweiligen Diensteinheit geworden sein. Damit entfiele jedoch die Möglichkeit, sie als Reservisten in ihrem früheren Dienstgrad einzuberufen, da sie ja arbeitsrechtlich zum Mitarbeiter geworden wären. Sie können ja nicht gleichzeitig Wehrdienstleistender UND Mitarbeiter gewesen sein.
Es ist absolut verleumderisch, aus einer gesetzlichen oder freiwilligen Dienstverrichtung auf einen Status als Mitarbeiter zu schließen. Komischer Weise macht man das nur bei denen, die in Einheiten des MfS einberufen worden sind. Wir dürfen aber davon ausgehen, daß fast alle männlichen Bürger im heutigen Lebensalter von ca. 48 Jahren und darüber hinaus irgendwo in Diensteinheiten des MdI oder des MfNV Dienst geleistet haben, ohne hinterher als Mitarbeiter verunglimpft worden zu sein.

Dieses Gesicht mit dem hässlichen grinsen macht diesen Menschen unsympatisch in jeder Beziehung und unabhängig aller vorstehender Kommentare. Da kann man direkt ......Kein Wunder das er seine Kundschaft auf der rechten Seite hat. Aber in deisem Land darf jeder doch machen was er will, besonders Anwälte!

netto76 · 15. November 2016 - 10:54
Unsympatisch
Dieses Gesicht mit dem hässlichen grinsen macht diesen Menschen unsympatisch.......

Bitte zeigen Sie doch ihr Gesicht, es ist beleidigend so was derartiges von sich zu äußern! Sie haben kein Niveau..... schönen Tag noch.