KREISUMLAGE

Kreise drehen an der Geldschraube

Die Kreistage beschließen derzeit die Kreisumlagen für das kommende Jahr. Viele Gemeinden müssen mehr zahlen, obwohl der Umlagesatz nirgendwo steigt.
dpa
Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat das Parlament beschlossen, die Umlage konstant bei 48,3 Prozent zu halten – dies ist der höchste Satz aller sechs Kreise.
Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat das Parlament beschlossen, die Umlage konstant bei 48,3 Prozent zu halten – dies ist der höchste Satz aller sechs Kreise. Bernd Wüstneck
Schwerin.

Viele Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern müssen im kommenden Jahr mehr Geld an ihren Landkreis abführen, obwohl die Kreisumlage aller Voraussicht nach nirgendwo steigt. In einigen Regionen sind sogar Senkungen dieses Satzes in Sicht. So beschloss der Kreistag von Ludwigslust-Parchim vor wenigen Tagen eine Reduzierung von 44,4 auf 43,4 Prozent, wie ein Sprecher sagte.

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat das Parlament bereits beschlossen, die Umlage konstant bei 48,3 Prozent zu halten – dies ist der höchste Satz aller sechs Kreise. In Vorpommern-Greifswald bleibt es bei 47 Prozent – die Einnahmen steigen nach Worten eines Sprechers trotzdem um acht Millionen Euro. Der Kreistag von Vorpommern-Rügen entscheidet am Montag. Laut Vorlage der Verwaltung soll der Satz bei rund 46,5 Prozent stabil bleiben.

Viele Städte und Dörfer stöhnen unter der Abgabe, die sie an die Landkreise zur Erfüllung von deren Aufgaben entrichten müssen. Im September wehrte sich mit Perlin (Landkreis Nordwestmecklenburg) erstmals eine Gemeinde im Land erfolgreich gegen die Kreisumlage. Das Urteil des Verwaltungsgerichts Schwerin ist noch nicht rechtskräftig. Der betroffene Landkreis ist in Berufung gegangen.

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