Ein Schild mit dem Schriftzug „Black Week” hängt in einem Schaufenster in der Einkaufsstraße in der Alt
Ein Schild mit dem Schriftzug „Black Week” hängt in einem Schaufenster in der Einkaufsstraße in der Altstadt von Stralsund. Stefan Sauer
Die Weihnachtsmärkte in Mecklenburg-Vorpommern und die Einkaufsmeilen locken mit bunten Lichtern zum Schoppen in die Inne
Die Weihnachtsmärkte in Mecklenburg-Vorpommern und die Einkaufsmeilen locken mit bunten Lichtern zum Schoppen in die Innenstädte. Stefan Sauer
Aussichten

Läden in MV hoffen noch auf gutes Geschäft bis Weihnachten

Das erste Adventswochenende hat vielen Läden einen guten Start in den Endspurt um die Weihnachtsgeschenke geliefert. Kunden müssen damit rechnen, dass nicht alles sofort verfügbar sein wird.
Neubrandenburg

Die Händler im Nordosten haben die Hoffnung auf ein gutes Weihnachtsgeschäft noch nicht aufgegeben. Das erste Wochenende habe zu einer spürbaren Belebung in den Geschäften geführt, sagte am Mittwoch Dierk Böckenholt, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Nord, der die Händler in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg vertritt.

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Allerdings sei die Woche vor dem ersten Advent noch sehr durchwachsen gewesen. Vor allem in Innenstädten sei die Mehrzahl der Händler noch unzufrieden gewesen.

Nach Angaben Böckenholt werden rund 36 Prozent der Weihnachtsgeschenke im Dezember gekauft, 34 Prozent bereits im November. Nach seinem Allzeittief im Oktober sei der Index für die Kauflust wieder leicht gestiegen. Der Handelsverband Nord rechnet damit, dass der Umsatz im Einzelhandel im November und Dezember um 5,4 Prozent höher ausfallen wird. Allerdings speise sich der Umsatzsprung vor allem aus den höheren Preisen. Abzüglich der Inflation bleibe ein Umsatzminus von vier Prozent.

Handel leidet unter Unsicherheit – aus verschiedenen Gründen

Ungeachtet dieser Aussichten erlebe der Einzelhandel „Unsicherheiten in bisher noch nicht bekanntem Ausmaß”, sagte Andreas Bartmann, Präsident des Handelsverbandes Nord. Mit dem Beginn des Krieges gegen die Ukraine sei Ende Februar die Kauflaune der Verbraucher nach einen hoffnungsvollen Jahresstart massiv eingebrochen.

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Außerdem sorge die hohe Inflation samt steigender Energiepreise dafür, dass durch die Kunden geplante Anschaffungen zurückgestellt würden. Nach wie vor leide der Handel unter gestörten Lieferketten. Davon seien im Weihnachtsgeschäft insbesondere Produkte aus Asien betroffen, wie etwa Textilien, Unterhaltungselektronik oder Spielzeug.

In Mecklenburg-Vorpommern sind in rund 14.000 Handelseinrichtungen etwa 41.000 Menschen beschäftigt.

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