BAHNVERKEHR BEEINTRÄCHTIGT

▶ Sturm „Sabine” richtet in MV auch in der Nacht schwere Schäden an

„Sabine” sorgte für etliche Schäden in MV. In Penkow bei Malchow wurde ein Haus komplett abgedeckt, in Röbel krachte ein Baum auf ein Haus. In Tausenden Haushalten fiel der Strom aus. Umgestürzte Bäume sorgten für Unfälle und ein Loch in einer Straße.
In Pankow bei Malchow wurde ein Haus komplett abgedeckt.
In Penkow bei Malchow wurde ein Haus komplett abgedeckt. Susan Ebel
An der Kreisstraße 40 zwischen Grischow und der A20-Brücke stürzte ein Baum auf ein Feld. Durch die Wurzeln des Baumes wurde die Asphaltdecke aufgerissen.
An der Kreisstraße 40 zwischen Grischow und der A20-Brücke stürzte ein Baum auf ein Feld. Durch die Wurzeln des Baumes wurde die Asphaltdecke aufgerissen. Martina Schwenk
Auch auf der Ostseeinsel Poel wütete der Sturm.
Auch auf der Ostseeinsel Poel wütete der Sturm. Jens Büttner
Für Pendler gibt es auch am Montag Einschränkungen.
Für Pendler gibt es auch am Montag Einschränkungen. Silas Stein
Der Fernverkehr der Bahn wurde eingestellt.
Der Fernverkehr der Bahn wurde eingestellt. Swen Pförtner
Schwerin.

Die Sturmlage in Mecklenburg-Vorpommern hat sich beruhigt. Nach Angaben der Leitstelle Schwerin gab es seit etwa 2.00 Uhr am Montag keine größeren Einsätze mehr. Zuvor sei die Feuerwehr zu etwa 50 Einsätzen ausgerückt, meist wegen umgestürzter Bäume. Ähnliches vermeldete die Leitstelle Neubrandenburg. Auch hier sei es seit etwa 1.00 Uhr ruhig geblieben, sagte ein Sprecher am Montagmorgen. Wegen des Sturm sei die Feuerwehr etwa 30 mal ausgerückt, meist wegen umgestürzter Bäume. Gegen 8:00 Uhr gab dann auch der Deutsche Wetterdienst Entwarnung.

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Besonders schwer traf es in der Nacht vier Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Penkow bei Malchow im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Das Dach des Haues wurde durch eine Böe komplett abgedeckt. Nachfolgend drang Regen durch das Dach in die Wohnungen ein. Vier Bewohner mussten von der Feuerwehr evakuiert werden. Das Dorfhotel Fleesensee stellte eine Notunterkunft zur Verfügung. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Die Feuerwehr versuchte noch in der Nacht das Gebäude zu sichern und sperrte den Bereich weiträumig ab. Bei Leizen stürzte in der Nacht ein Baum auf die Bundesstraße 198 und blockierte beide Fahrspuren. 

In Röbel beschädigte ein umgestürzter Baum ein Mehrfamilienhaus. Die Feuerwehr musste eine Wohnung öffnen, um an die Gefahrenstelle zu gelangen und diese sichern zu können. Die Wohnung war unbewohnt. Es wurde niemand verletzt. An der Kreisstraße 40 zwischen Grischow und der A20-Brücke stürzte ein Baum auf ein Feld. Durch die Wurzeln des Baumes wurde die Asphaltdecke aufgerissen. Dadurch enstand ein etwa fünf Meter langes und einen Meter tiefes Loch. 

Video: Sturm-Einsätze an der Seenplatte

[Video]

Zwischen Möllenbeck und Feldberg fuhr eine Autofahrerin gegen einen auf der Straße liegenden großen Ast. An ihrem Fahrzeug entstand ein Schaden in Höhe von etwa 2000 Euro. Am Montagmorgen fuhr eine Autofahrerin auf der B108 am Ortsausgang Marxhagen in Richtung Waren ebenfalls gegen einen großen Ast gefahren. Es entstand ein Sachschaden von etwa 1000 Euro. Zwischen Sanitz und Dettmannsdorf-Kölzow prallte eine 30 Jahre alte Autofahrerin gegen einen umgestürzten Baum. Sie und ihr Beifahrer räumten den Baum anschließend selbst weg.

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Stromausfälle in Tausenden Haushalten

Nachdem am Sonntagnachmittag wegen des Sturms rund 2500 Haushalte im Umland von Sternberg und Brüel (Landkreis Ludwigslust-Parchim) für zwei Stunden ohne Strom waren, traf es am Abend die Ortschaften Bolz, Lenzen, Mustin, Ruchow und Zülow im Landkreis Ludwigslust-Parchim, wie der Energieversorger Wemag mitteilte.

Im Landkreis Rostock wurden Stromausfälle aus den Ortschaften Dummerstorf, Prüzen, Tieplitz, Groß Upahl sowie Groß Wüstenfelde bei Teterow gemeldet. Insgesamt waren den Angaben zufolge mehr als 700 Kunden betroffen. Auslöser waren meist abgebrochene Äste, die in Freileitungen gefallen waren.

Bei Groß Lüsewitz (Landkreis Rostock) riss eine Stromleitung im Sturm und setzte einen Baum auf einem Acker in Brand. Die Sicherungs- und Löscharbeiten des Energieversorgers gemeinsam mit der Feuerwehr dauerten mehr als zwei Stunden, wie ein Kreissprecher erklärte.

Im Landkreis Rostock deckte „Sabine” mehrere Dächer teilweise ab. Der Sturm bescherte einigen Feuerwehren und Firmen auch ungewöhnliche Einsätze. Wie eine Polizeisprecherin erklärte, versperrten mehrere Dixi-Klos in Rostock und in Rehna bei Schwerin die Straßen. Die Toiletten waren trotz der Warnungen vor „Sabine” nicht schwer genug oder zu wenig verankert und wurden weggeweht. „Da bekommt die Bezeichnung „Toi,toi,toi”, die man auf solchen Mobilklos sieht, gleich eine ganz andere Bedeutung”, sagte die Polizeisprecherin..

Einschränkungen für Pendler

Die Auswirkungen des Sturmtiefs „Sabine” werden aber am Montag für die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern zunächst weiter spürbar bleiben. Pendler müssen sich bis zum Nachmittag auf Einschränkungen einstellen. So blieb am Vormittag der Fernverkehr der Bahn im ganzen Land eingestellt. Und im Nahverkehr gab es bis etwa 10 Uhr verbreitet Behinderungen. So war unter anderem die Strecke RE 5 zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz bis zum frühen Montagnachmittag unterbrochen

Die Fähren zwischen Rostock und Gedser fuhren am Montagmorgen hingegen wieder.

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