65 EURO PRO TAG

Land MV erstattet polnischen Pendlern Übernachtungskosten

Ab Freitag dürfen nicht mal mehr Berufspendler aus Polen über die deutsch-polnische Grenze reisen. Um sie im Land zu halten, bietet ihnen die MV-Landesregierung viel Geld an.
Berufspendler, die in Deutschland arbeiten und in Polen leben, kommen ab dem Wochenende nicht mehr ohne Weiteres über die
Berufspendler, die in Deutschland arbeiten und in Polen leben, kommen ab dem Wochenende nicht mehr ohne Weiteres über die Grenze. Deswegen sollen sie nun in Mecklenburg-Vorpommern bleiben. Patrick Pleul
Patrick Dahlemann (SPD)
Patrick Dahlemann (SPD) Jens Büttner / Archiv
Stephan Rudolph (CDU)
Stephan Rudolph (CDU) Jens Büttner / Archiv
Schwerin.

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Das Land Mecklenburg-Vorpommern will Berufspendlern aus Polen, die wegen der Beschränkungen an der Grenze ab dem Wochenende nicht mehr ohne Weiteres zwischen ihrem Heimatland und Deutschland hin- und herreisen dürfen, mit einer Hilfszahlung unter die Arme greifen: Wer sich entscheidet, wegen der neuen Regelungen in Deutschland zu bleiben, soll demnach für seine Übernachtungen in Deutschland 65 Euro pro Tag und Person erhalten. Für engste Angehörige, die ebenfalls in Deutschland bleiben, sollen nochmals 20 Euro pro Tag gezahlt werden. Die Summen werden pauschal ausgezahlt.

Wer aus Deutschland nach Polen zurückreist, muss 14 Tage in Quarantäne

Mit der Regelung sollen Berufspendler aus Polen dazu motiviert werden, für die kommenden Wochen in Deutschland zu bleiben. Denn wenn sie zurück nach Polen reisen, müssen sich sich für 14 Tage in Quarantäne begeben – ansonsten werden sie nicht mehr ins Land gelassen. Das heißt: Man kann zwar noch nach Deutschland reisen, aber nicht ohne Weiteres wieder zurück.

„Ich bin froh, dass wir so kurzfristig eine Lösung gefunden haben”, sagte Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD), der die Lösung am Donnerstagabend bekanntgab. Er habe gemeinsam mit Wirtschaftsstaatssekretär Stephan Rudolph (CDU) dafür gerungen und gemeinsam mit Rudolph das Vorhaben „im Rekordtempo” umgesetzt, so Dahlemann. Die Hilfe soll vorerst bis zum 19. April ausgezahlt werden, könnte bei Bedarf aber verlängert werden.

Viele deutsche Kliniken auf Personal aus Polen angewiesen

Dahlemann hofft nun, bis Freitag noch so viele polnische Berufspendler wie möglich zu erreichen – denn ab Freitagabend gilt die neue Regelung. Unter anderem die Gesundheitswirtschaft in der Uecker-Randow-Region ist auf polnisches Personal angewiesen. Vor allem die Krankenhäuser in Pasewalk, Uckermünde und Karlsburg sind nach eigenen Angaben auf dieses Personal angewiesen.

Auch viele andere Branchen wie etwa die Landwirtschaft brauchen dringend polnische Mitarbeiter. „Wir hoffen, dass wir viele polnische Arbeitskräfte auf diese Weise dabei unterstützen können, in Deutschland zu bleiben”, sagte Patrick Dahlemann am Donnerstagabend: „Die Maßnahme ist auch ein Ausdruck der über die vergangenen Jahre gewachsenen deutsch-polnischen Nachbarschaft.”

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