Geschwister-Regelung

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Land will Eltern bei den Kita-Beiträgen entlasten

In der Kindertagesförderung sind in MV mit 108.529 Plätzen neue Höchststände zu verzeichnen.
In der Kindertagesförderung sind in MV mit 108.529 Plätzen neue Höchststände zu verzeichnen.
Sonja Marzoner/Symbolbild

Seit dem 1. Januar werden Elternbeiträge in Krippen und Kitas mit 50 Euro pro Monat vom Land bezuschusst. Nun verkündete die Ministerpräsidentin eine weitere Entlastung.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und die Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung Stefanie Drese haben in Ludwigslust eine weitere Entlastung für Eltern angekündigt, die ihre Kinder in einer Kindertagesstätte betreuen lassen. „Wir werden zum 1. Januar 2019 gezielt diejenigen Familien entlasten, die besonders hohe Belastungen zu tragen haben, weil sie für zwei oder mehr Kinder Kita-Beiträge entrichten müssen”, sagte Schwesig. Der Elternbeitrag für das zweite Kind soll halbiert werden. „Ab dem dritten Kind ist der Besuch dann komplett kostenlos“, so die Ministerpräsidentin. Die Umsetzung dieser „Geschwisterregelung” ist nach Angaben von Ministerin Drese mit der sogenannten Ressortanhörung der Ministerien im vollen Gange.

„Unser langfristiges Ziel ist die komplett beitragsfreie Kita“, sagte Schwesig. „Dazu werden wir noch in diesem Jahr einen Stufenplan vorlegen.” Für eine möglichst schnelle Umsetzung dieses Zieles, sei jedoch eine Einbindung des Bundes unerlässlich. Dafür wolle sich Schwesig bei den am Sonntag in Berlin beginnenden Sondierungsgesprächen mit der Union einsetzen. „Der Bund muss bei den Kitas stärker in die Verantwortung gehen.“

Schwesig: „Die Landesregierung hat ihre Zusage eingelöst“

Mit den Zuschüssen zur Elternentlastung investiert die Landesregierung nach eigenen Angaben über 240 Millionen Euro jährlich in die Kindertagesförderung. „Das ist innerhalb von zehn Jahren mehr als eine Verdopplung der Ausgaben”, rechnet Drese vor. „Neben der Beitragsreduzierung unterstützen wir damit die Schaffung neuer Kita- und Hortplätze und verbessern weiter die Qualität.“

Seit dem 1. Januar 2018 werden bereits die Elternbeiträge für die Krippe und den Kindergarten mit Ausnahme der bereits abgesenkten Beiträge im Vorschuljahr über einen direkten Zuschuss des Landes um 50 Euro pro Monat bei einer Ganztagsförderung reduziert. Das gelte nach Regierungsangaben auch für Eltern, deren Kinder bei einer Tagespflegeperson betreut werden.

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„Die Landesregierung hat ihre Zusage eingelöst“, betonte Schwesig. „Die Eltern werden um bis zu 600 Euro im Jahr entlastet. Das ist ein wichtiger Schritt nach vorn.“ Ministerin Drese betonte, dass für die Eltern die Beitragsentlastung völlig unbürokratisch erfolge: „Sie müssen keinen Antrag stellen, sondern erhalten automatisch eine Abrechnung mit den durch das Land reduzierten Elternbeiträgen.“

In der Kindertagesförderung sind laut aktuellen Angaben des Statistischen Amtes mit 108.529 Plätzen (2014: 102.840) und 15.435 Beschäftigten (2014: 14.408) neue Höchststände zu verzeichnen.