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Land will Gas beim B96-Ausbau geben

Seit Jahrzehnten kämpfen Anwohner auf der B96 für eine Entlastung.
Seit Jahrzehnten kämpfen Anwohner auf der B96 für eine Entlastung.
Stefan Sauer

Verkehrsminister Pegel will beim Bund erreichen, dass Ortsumgehungen in die höchste Dringlichkeitsstufe bekommen. Dafür ist er bereit, Opfer zu bringen.

Mecklenburg-Vorpommern will gemeinsam mit Brandenburg den Ausbau der B96 samt Zubringer zur A20 vorantreiben. Die Verkehrsministerien beider Länder würden im Herbst erstmals ein Ausbaukonzept für die Strecke von der Ostseeautobahn bis zum Berliner Ring vorlegen, sagte MV-Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) in Neubrandenburg.

Damit solle erreicht werden, dass die Bundesregierung Geld für den dreispurigen Ausbau der Abschnitte zwischen den Städten bereitstellt. Diese Projekte finden seinen Angaben zufolge keinen Eingang in den Verkehrswegeplan des Bundes bis 2030, dessen Endfassung derzeit in Berlin entstehe. In den Plan kommen grundsätzlich nur Neubau-Vorhaben.

Zwei Projekte in West-MV sollen zurückstehen

Minister Pegel kündigte an, dass zunächst die Abschnitte zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz sowie Neubrandenburg bis zur A 20 wegen der hohen Verkehrsdichte in Angriff genommen werden sollen. Das Land setze sich dafür ein, dass die Ortumgehungen Usadel (B 96) und Warlin (B 197) vom Bund in die höchste Dringlichkeitsstufe eingetaktet werden. Dafür sei Mecklenburg-Vorpommern bereit, zwei Projekte im Westen des Landes zurückzustellen.

Die Landesregierung werde ungeachtet von Forderungen der IHK beim Bund aber nicht darauf dringen, die Fortführung der Ortsumgehung Neubrandenburg doch noch in den Verkehrswegeplan aufzunehmen. In der Vergangenheit war der Landesregierung mehrfach vorgeworfen worden, die B 96 zu vernachlässigen.