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Landesamt entdeckt Keime und Bakterien im Bier

Ein verdreckter Tresen und ein ungepflegtes Pils: Wenn man Pech hat, wird einem diese Kombination in MV serviert. Bei Schwerpunktkontrollen wurden Experten fündig – in erschreckendem Ausmaß.

Einfach nur genießen? Man sollte sich die Kneipe, in der man gepflegt ein kühles Blondes trinken will, schon ein wenig genauer ansehen – zu seinem eigenen Wohl.
Roland Weihrauch Einfach nur genießen? Man sollte sich die Kneipe, in der man gepflegt ein kühles Blondes trinken will, schon ein wenig genauer ansehen – zu seinem eigenen Wohl.

Hygiene am Biertisch? Mangelhaft. Bei Kontrollen in Gaststätten und auf Fahrgastschiffen im Nordosten haben Lebensmittelprüfer in etwa jeder zweiten Bierprobe Mängel festgestellt. Von 53 genommenen Proben wiesen 14 aus Gaststätten und elf von Ausflugsdampfern erhöhte Bakterien- oder Keimwerte auf. Zudem gab es bei Hygiene-Kontrollen in 66 Gastronomie-Unternehmen 41 Beanstandungen. Die Palette reicht von verschmutzten Tresen beziehungsweise Zapfstellen über bauliche Mängel in Getränkelagern bis hin zu unzureichenden Personalschulungen. Das geht aus dem Landes-Verbraucherschutzbericht hervor.

Beim Test von 36 Bieren aus Gaststätten fanden die Prüfer in fünf Proben coliforme Keime, die beispielsweise Durchfall hervorrufen können. Einmal stießen die Chemiker auf diese Keime auch bei einem Bier von einem Fahrgastschiff. Gesundheitliche Risiken für den Durchschnittsverbraucher sieht das Landesamt für Lebensmittelsicherheit aber nicht.

Insgesamt zählte das Amt bei den 36 Bieren aus Gaststätten oder Schankwirtschaften 14-mal erhöhte Keimzahlen. Bei den 17 Tests von Proben von Ausflugsdampfern wurden die Prüfer elfmal fündig.