BAUERNPROTESTE

▶ Landwirte blockieren Lidl-Zentrallager in Rostock

Mit 31 Traktoren und Lkw haben Bauern das Lidl-Zentrallager in Rostock blockiert. Durch die unangemeldete Protest-Aktion verhinderten sie, dass das Logistikzentrum beliefert werden konnte.
Bauern haben das Logistikzentrum von Lidl in Rostock blockiert.
Bauern haben das Logistikzentrum von Lidl in Rostock blockiert. Stefan Tretropp
Bauern haben das Logistikzentrum von Lidl in Rostock blockiert.
Bauern haben das Logistikzentrum von Lidl in Rostock blockiert. Stefan Tretropp
Rostock ·

Am Montagabend gegen 22 Uhr haben sich laut Polizei Landwirte aus allen Bereichen Mecklenburg-Vorpommerns zu einer Blockadeaktion am Logistikzentrum von Lidl in der Swienskuhlenstraße im Rostocker Ortsteil Neu Hinrichsdorf versammelt. Insgesamt 31 Fahrzeuge, davon 25 Traktoren und sechs Lastwagen, blockierten die Zufahrten zum Betriebsgelände.

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Sie verhinderten damit, dass das Logistikzentrum beliefert werden konnte. Wie es hieß, wurden vier Lkw die Zufahrt und einem Lkw die Abfahrt verwehrt. Die Polizei konnte vor Ort keinen Versammlungsleiter ausfindig machen. Ein Kooperationsgespräch mit den Landwirten verhinderte Einschränkungen des übrigen Verkehrs benachbarter Industrieobjekte.

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„Bauer sucht Respekt”

Das Anliegen der Landwirte war deutlich an einem von ihnen mitgeführten Transparent mit der Aufschrift „Bauer sucht Respekt” erkennbar. Sie forderten damit ein Ende der Niedrigpreis-Politik für ihre erzeugten Produkte. Der Protest richtete sich gegen die Preisgestaltung großer Supermarktketten. Um ihrem Unmut Luft zu machen, suchten sich die Bauern stellvertretend Lidl als Sündenbock aus.

Insgesamt seien etwa 60 Personen an der Demonstration beteiligt gewesen. Zuvor war es auch in anderen Städten wie etwa Kiel oder Cloppenburg zu ähnlichen Blockadeaktionen gekommen.

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Die von der Polizei als unangemeldete Versammlung eingestufte Demonstration verlief ohne friedlich und ohne Zwischenfälle. Gegen fünf Uhr am Dienstagmorgen fuhr der letzte Traktor vom Logistikzentrum ab, womit die Versammlung beendet war.

Mögliche Verstöße gegen das Versammlungs-, Straf- und Infektionsschutzgesetzt werden nun geprüft. Auch könnten sich die Bauern wegen einer Nötigung strafbar gemacht haben.

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