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▶ Landwirte protestieren vor dem Schweriner Schloss

Gespräche statt Geräusche: Mit stummem Protest haben Landwirte aus MV am Donnerstag vor dem Schweriner Landtag protestiert. Es geht unter anderem um das geplante Glyphosat-Verbot.
Die Bauern hatten sich vor dem Landtag im Schweriner Schloss positioniert und versuchten, so viele Abgeordente wie möglic
Die Bauern hatten sich vor dem Landtag im Schweriner Schloss positioniert und versuchten, so viele Abgeordente wie möglich abzufangen. Gabriel Kords
Insgesamt waren rund 300 Landwirte vor Ort.
Insgesamt waren rund 300 Landwirte vor Ort. Gabriel Kords
Auch vor der Staatskanzlei hatten sich die Landwirte postiert.
Auch vor der Staatskanzlei hatten sich die Landwirte postiert. Gabriel Kords
Schwerin

Zum Beginn der Landtagssitzung in Schwerin haben am Donnerstag hunderte Landwirte vor dem Schweriner Schloss gegen das Agrarpaket der Bundesregierung demonstriert. MV-Bauernverbandspäsident Detlef Kurreck sprach von rund 300 Teilnehmern – und damit von weit mehr, als der Verband selbst erwartet habe. „Wir sind von 150 Teilnehmern ausgegangen, aber es sind Landwirte aus dem gesamten Land angereist”, sagte Kurreck dem Nordkurier vor Ort.

 

 

 

Die hohe Resonanz bei den Landwirten zeige, wie drängend die Lage für die Bauern sei, sagte Kurreck weiter. Die „Dialogdemo“ sei dazu gedacht, mit den am Landtag ankommenden Abgeordneten ins Gespräch zu kommen – es gehe nicht um Lärm oder Störungen, betonte Kurreck. „Das funktioniert auch sehr gut, die Abgeordneten nehmen sich Zeit.” Viele würden die Forderungen der Landwirte auch Unterstützungen – „aber die meisten sagen dann gleich dazu, dass sie nicht zuständig sind”, sagte Kurreck.

Es geht auch ums Thema Glyphosat

Der Protest richtet sich vor allem gegen das Agrarpaket der Bundesregierung, das unter anderem Einschränkungen für verschiedene Unkrautvernichtungsmittel – darunter auch das wegen seiner angeblich gesundheitsschädlichen Wirkung hoch umstrittene Glyphosat – vorsieht. Die Bauern überreichten jedem Abgeordneten eine Harke – als Symbol dafür, dass der Boden künftig nur noch mit Metall bearbeitet werden könnte, wie Kurreck ausführte. Auf der Tagesordnung des Landtags stehen am Donnerstag allerdings keine Agrarthemen.

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