Backhaus fordert

Landwirte sollen mehr für die Umwelt tun

Um mehr Zuspruch in der Öffentlichkeit zu erhalten, sollen Landwirte sich mehr um Natur und Umwelt kümmern, meint Landwirtschaftsminister Till Backhaus.

Die Landwirtschaft muss sich Agrarminister Till Backhaus (SPD) zufolge betriebswirtschaftlich unabhängiger machen von extremen Witterungsereignissen. Der Klimawandel sei eine Tatsache, der sich auch die Landwirtschaft stellen muss, sagte er am Dienstag, zwei Tage vor Beginn der Agrarmesse MeLa in Mühlengeez bei Güstrow.

Die verregnete Ernte im Vorjahr sei ebenso wie anhaltende Trockenheit der zurückliegenden Monate Ausdruck des Klimawandels. „Ich bin froh, dass wir für Mecklenburg-Vorpommern ein 50-Millionen-Euro-Dürrehilfeprogramm aus Bundes- und Landesmitteln auf den Weg gebracht haben, um existenzgefährdete landwirtschaftliche Betriebe zu unterstützen.”

Damit die Bauern wieder mehr Akzeptanz in der Gesellschaft erhalten, müssten sie aber ihrer Verantwortung für die Umwelt besser gerecht werden und dazu beitragen, das Artensterben, die Bodenerosion und die Verschlechterung der Wasserqualität zu stoppen. „Dafür biete ich der Branche – auch auf der MeLa – den Dialog an”, sagte der Minister.

Sorge bereite ihm der mit Bodenkäufen durch außerlandwirtschaftliches Kapital verbundene anhaltende Strukturwandel hin zu „anonymen Agrarkonzernen” in der Landwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns. Backhaus sagte, ihm liege die Unterstützung bäuerlich geprägter Strukturen mit ihrer Wertschätzung für Pflanze, Tier, Wasser und Boden besonders am Herzen.

dpa

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