RISIKOGRUPPE

Lehrer und Erzieher in MV verweigern kostenlose Corona-Tests

Die Test-Strategie für Lehrer und Erzieher in MV ist wichtig, um in der Corona-Krise den Regelbetrieb in Schulen und Kitas zu gewährleisten. Sie gehören zur Risikogruppe – doch kaum einer macht mit.
Lehrer und Erzieher in Mecklenburg-Vorpommern dürfen sich kostenlos auf das Corona-Virus testen lassen.
Lehrer und Erzieher in Mecklenburg-Vorpommern dürfen sich kostenlos auf das Corona-Virus testen lassen. Julian Stratenschulte
Schwerin.

Sind die Lehrer in MV zu faul zum Testen? Oder fühlen sie sich einfach zu sicher? Fakt ist: Nur ganze zwei Prozent der Pädagogen haben sich seit Schulbeginn in Mecklenburg-Vorpommern Anfang August auf das Coronavirus testen lassen.

Auf Anfrage des Nordkurier musste das Bildungsministerium einräumen, dass nach bisher vorliegenden Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung lediglich 619 der insgesamt 14.000 anspruchsberechtigten Mitarbeiter einen Corona-Test absolviert haben.

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Fünf Corona-Tests pro Lehrer möglich

Dabei hatten die beteiligten Ministerien der Landesregierung eigens Verträge mit der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern geschlossen, damit sich Lehrer und Mitarbeiter an Schulen einem kostenlosen Test unterziehen können. Möglich sind demnach bis zu den Herbstferien fünf Tests pro Person im Abstand von zwei Wochen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte zuvor Druck auf die Landesregierung ausgeübt, um den Lehrer mit den Tests Sicherheit im Regelbetrieb zu gewährleisten.

Hintergrund: Zu Beginn der Pandemie im Frühjahr diesen Jahres hatten sich viele Lehrer krank gemeldet und sich als Risikopatienten einstufen lassen. Letzteres hatte das Bildungsministerium im Sommer erschwert, indem angewiesen wurde, dass sich Lehrer nicht mehr bei ihrem Hausarzt, sondern bei einem Betriebsarzt untersuchen lassen müssen.

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Tests auch nach den Herbstferien?

Doch warum haben die Lehrer jetzt offenbar nicht viel Interesse am Corona-Test? Während das Bildungsministerium darauf verweist, dass die Test freiwillig seien, hat die GEW, die Interessensvertretung der Lehrer, einen anderen Verdacht. „Aufgrund der nunmehr niedrigen Infektionsraten in unserem Bundesland ist die Inanspruchnahme verständlicherweise zurzeit nicht so hoch“, sagte Annett Lindner, Chefin der GEW in Mecklenburg-Vorpommern, auf Nordkurier-Anfrage am Dienstag. Deshalb fordert Lindner das Land auf, „die Tests anders als bisher angedacht, auch über die Herbstferien hinaus anzubieten“.

Die Tests seien schon im Frühjahr ein ausdrücklicher Wunsch zahlreicher Mitglieder in der GEW gewesen, so Lindner. Und weiter: „Die Kolleginnen und Kollegen, die im direkten Kontakt mit Kindern und Jugendlichen weniger geschützt arbeiten als andere, sollen dadurch auch weiterhin zusätzliche Sicherheit erhalten.“ Das geht aber nur, wenn sie sich an den Test beteiligen.

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Das machen auch die Erzieher in den Kitas nicht – auch dort bewegt sich die Zahl der Getesteten auf bescheidenem Niveau. Für das zuständige Sozialministerium ist das leicht erklärbar: „Das Hygienekonzept in den Kitas hat sich bewährt und es gab bisher nur drei Infizierte. Deshalb macht es auch keinen Sinn, jetzt Druck auf die Erzieher auszuüben“, sagte ein Sprecher.

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Kommentare (15)

21 typische Fragen und Antworten zur Coronakrise (Stand 7.9.2020)

1) Ist der Erreger, das Virus, für alle gefährlich ("Killervirus")?

Nein, SARS-CoV2 ist vergleichbar mit dem Influenzavirus, bleibt häufig symptomlos oder verursacht eine (meist leichte) grippale Erkrankung. Schon der Zusatz SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome - schweres Atemwegssyndrom) ist angsterzeugend und traf nur auf wenige, meist in chinesischen Kliniken fragwürdig behandelte Fälle zu.

2) Sind die SARS-Viren "neuartig"?

Nein, auch das Wuhan-Virus war nur eine vorübergehende weitere Mutation der schon lange bekannten, Familie der Corona-Grippeviren. Es ist bekannt, dass sehr ähnliche Viren schon 2019 oder sogar früher verbreitet waren. Gegen viele Coronaviren incl. SARS-CoV2 bestand bereits bei Ausbruch der „Pandemie“ eine Teil- bzw. Kreuzimmunität in der Bevölkerung.

3) Verhält sich das Virus in unterschiedlichen Ländern anders?

Nein, Viren breiten sich weltweit aus, abweichende Krankheits-/Sterberaten sind jedoch durch lokale Unterschiede erklärbar. Schlechte Gesundheitssysteme, Krankenhauskeime, Panikentscheidungen, Behandlungsfehler, medikamentöse Experimente, nicht notwendige künstliche Beatmung, Zählweise und finanzielle Fehlanreize etc. haben vielerorts in unterschiedlicher Ausprägung Schaden angerichtet.

4) Verläuft die Krankheit schwer, und ist sie stark verbreitet?

Nein, die meisten Menschen haben keine oder nur geringe grippale Symptome. Kinder und Jugendliche sind sehr selten betroffen. Die Obduktionen eines Hamburger Rechtsmediziners an über 100 mit positivem Corona-Test verstorbenen alten Menschen ergaben mindestens eine andere schwerwiegende Todesursache. Andere veröffentlichte Zahlen beruhen zumeist auf intransparenten Zuschreibungen und Vermutungen ohne Ausschluss weiterer Ursachen.

5) Sind gesunde (immunstarke) Menschen gefährdet?

Nein, der Körper ist durch Kreuzimmunität, Antikörper und/oder auf zellulärer Ebene durch "Killerlymphozyten" geschützt. Gefährdet sind wie bei jeder Grippe alte, multimorbide Menschen mit geringer Abwehrkraft.

6) Stirbt man an Covid-19?

Nein, jedoch auch Coronaviren können das Fass zum Überlaufen bringen. Meistens ist bei positivem Virustest die Todesursache eine schwere Grundkrankheit. Der Altersdurchschnitt lag bei 80 (Italien) bis 86 (Schweden) Jahren. Die große Mehrzahl stirbt nicht durch, sondern mit dem Virus (pos. Test). Das Virus ist keineswegs so gefährlich wie anfangs vermutet. Auch das US-CDC (Centers for Disease Control and Prevention) rechnet jetzt damit, dass nur noch etwa 6% der bisher gezählten über 170.000"Corona-Toten" ausschließlich an Covid 19 gestorben sind. Umgerechnet auf D wären das aktuell nur ca. 570 Todesfälle statt der derzeit in den Medien aufgehäuften 9.300 "Corona-Toten".

7) Handelt es sich um eine Pandemie (Siehe Katastrophenpläne der Länder)?

Nein, wenn man die früheren Kriterien der WHO mit schwersten Krankheitsverläufen und extremer Mortalität zugrunde legt. Bereits im Mai 2009, vor Ausrufen der harmlosen Schweinegrippe als Pandemie, wurde die Definition reduziert auf das Kriterium der weltweiten Ausbreitung, die aber jetzt bei jeder jährlichen Grippewelle zu erwarten ist.

8) Handelt es sich in Deutschland um eine "Epidemische Lage von nationaler Tragweite"?

Nein, weder die Erkrankungszahlen noch die Krankenhausbelegung oder die Sterbezahlen in Deutschland haben das zu irgendeinem Zeitpunkt hergegeben. Alle Maßnahmen, stützen sich auf hierfür irrelevante PCR-Testergebnisse und sind damit nicht begründbar. Ohne die Testungen hätte nie jemand etwas Besonderes bemerkt.

9) Ist die Infektionswelle gefährlicher als frühere Grippewellen?

Nein, die Grippewelle 2017/2018 führte in D. zu 25.000 zusätzlichen Toten, dagegen gibt es "in Verbindung mit Covid 19" weniger als 10.000 Tote von Februar bis August 2020, bei normalen 2.500 Sterbefällen pro Tag.

10) Kann es eine "zweite Welle" geben?

Nein, das ist eine Behauptung ohne jeden Beleg, denn die winterlichen Grippewellen laufen bei uns üblicherweise um die 14. KW aus. Die "Sommergrippe" beruht meist auf anderen Viren (z.B. Rhinoviren), die sich im Sommer 2020 offenbar trotz oder sogar wegen der Masken ungewöhnlich stark vermehren. Im Herbst/Winter kommen dann jeweils neue Mutationen der zahlreichen saisonalen Grippeviren.

11) Ist der PCR-Test ein Virusnachweis?

Nein, der Test weist lediglich Virusbruchstücke (Fragmente) nach und sagt weder über eine Infektion noch über Ansteckungsfähigkeit oder Krankheit etwas aus. Er ist in Bezug auf das Wuhan -Virus unspezifisch, und gibt auch bei älteren Viren, die noch im Umlauf sind und deren Nachfahren, positive Befunde. Positiv getestete Personen sind selten (Seit Juni 2020 unter 1%) und bei den allermeisten von ihnen ist ein falsch positives Ergebnis zu erwarten.

12) Besteht Grund zu Angst und Panik?

Nein, alle Fakten sprechen nachweislich dagegen. Nach anfänglichen Befürchtungen ist klar, daß das Virus weit weniger gefährlich ist als vermutet. In Wuhan war man damit schon Anfang März fertig. Politik sowie Mainstream- und Sensationspresse hören bei uns und in vielen anderen Staaten einseitig auf institutionell abhängige Quellen und verbreiten in unverantwortlicher Weise Angst für die es aus wissenschaftlicher Sicht keinen Grund gibt.

13) Ist es sinnvoll, die Verbreitung des Virus um jeden Preis zu verhindern?

Nein, nur die wirklich gefährdeten, meist alten oder immunschwachen Menschen sollten geschützt werden. Es ist wie bei jeder Grippewelle: Man kann die Ausbreitung des Virus nicht verhindern, aber Gefährdete schützen. Wie man das rücksichtsvoll macht, haben wir bereits viele Jahre gelernt.

14) Sind Masken (Mund-Nase-Bedeckungen) sinnvoll?

Nein, und zwar aus mindestens vier Gründen:

a) die Viren sind kleiner als die Poren der "Alltagsmasken" und werden nicht zurückgehalten;

b) Rückatmen von CO² (Hyperkapnie) verursacht Leistungsschwäche und Kopfschmerzen;

c) die Feuchtigkeit bei längerem Tragen ist ein Nährboden für bakterielle und virale Infekte;

d) das häufige Auf- und Absetzen und die Entsorgung der Masken führt zum Streuen von Viren.

Nicht zu reden von den psychischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen.

15) Ist "social distancing" (Abstand von 1,5 m oder mehr) sinnvoll?

Nein, eine Infektion ist auch dosisabhängig und bei kurzfristigen Kontakten von einigen Minuten ist eine Übertragung durch einen nicht erkrankten Virusträger unwahrscheinlich. Ohne Kontamination durch Husten, Niesen, Spucken besteht kaum Gefahr. Symptomatische Infizierte sollten allerdings Kontakte besonders mit Geschwächten und Menschenansammlungen, wie in Bussen, Bahnen und Warteräumen meiden und ggf. zu Hause bleiben.

16) Sind Maßnahmen bei Kindern erforderlich?

Nein, Kinder und Jugendliche (und ihre regelmäßigen Kontaktpersonen) sind von Krankheitssymptomen selten betroffen und lernen neue Viren laufend ohne ernste Probleme kennen („Rotznasen“). Gefährdetes Lehr- und Aufsichtspersonal ist nur in wenigen begründeten Fällen zu schützen. Kindern Masken vorzuschreiben bringt viel mehr Schaden als Nutzen.

17) War der "Lockdown" zwingend erforderlich?

Nein, er war in vieler Hinsicht schädlich und laut RKI-Daten klang die Infektionswelle vor seinem Beginn auch ohne Lockdown längst ab. Selbst der vielbeschworene R—Wert zeigt das spätestens ab Ostern. Der R-Wert kann durch vermehrte Testungen (mehr falsch positive Tests) künstlich noch oben getrieben werden.

18) Sind die Mortalitätszahlen nach dem "Lockdown" zurückgegangen?

Nein, im Gegenteil, die statistischen Kurven belegen, dass nach Verhängung des "Lockdown" die Sterberaten in vielen Ländern angestiegen sind. Das lässt sich nur mit den Kollateralschäden des Lockdown erklären: Verschiebung von Operationen, Vorsorge und Behandlungen von Notfällen, Vermeidung von Arztbesuchen und Hospitalisierung, Vereinsamung und Vernachlässigung Pflegebedürftiger, Anstieg von psychischen Erkrankungen, Suiziden, etc.

19) Bringt uns die Ausweitung mit neuen PCR-Tests weiter?

Nein, wo nichts mehr ist (Berichte der RKI-Beobachtungspraxen) wird durch falsch positive Befunde (um 1%) nur Schaden angerichtet. Das wird auch durch automatisierte Auswertung nicht besser, nur intransparenter.

Eine hochwertige und transparente Ausweitung des staatlich organisierten Sentinel wäre eine gute Maßnahme zur Einschätzung von Gefährdungen und vom jeweiligen Erregerspektrum in den jährlichen Grippewellen.

20) Darf es sein, dass eine Gesundheitsmaßnahme mehr Schaden als Nutzen bringt?

Nein, Für Ärztinnen und Ärzte gilt auch im Bereich des öffentlichen Gesundheitswesens der Grundsatz: Primum nil nocere = vor allem keinen Schaden zufügen. Maßnahmen die mehr Schaden als Nutzen bringen sind unethisch und müssen unterbleiben.

21) Ist die Aufrechterhaltung restriktiver Maßnahmen gerechtfertigt?

Nein, und mit der Ausweitung der Tests findet man keinen Ausweg aus der Krise. Der Test ist vielmehr schuld an der Krise. Die würde – wie seit März 2020 in China zu beobachten- sich in Luft auflösen. Wenn es den Test nicht gäbe, würden wir normal und angstfrei leben, weil alle sonstigen Erkenntnisse gegen eine gravierende gesundheitliche Krise sprechen.

https://www.wodarg.com/frage-antwort-q-a

wieder Quellen als "Fakten" verkauft, deren Seriösität irgendwo zwischen wenig und gar nicht anzusiedeln ist.

Mimimimi

Kaum nüchtern und schon wieder beim spammen

Nach ca. 6Monaten so eine Hausarbeit zu verbreiten, Respekt. Hätten Sie solche Aussagen Anfang/ Mitte März von sich gegeben und dieses verbreitet? Sie benutzen genau das, worüber jetzt jeder Politiker spricht und zwar über die gesammelten Erkenntnisse und mit dem jetzigen Wissen. Sie tun aber nichts anderes, aus dem Internet die unterschiedlichsten Aussagen über Corona so zu bündeln, wie es ihnen selbst!!! am besten passt. Sie tun genau das, was sie der Politik vorwerfen.

Da kommt unter dem Stichwort "Anregung zum eigenständigen Denken" ein Kilometerlanges Dokument welches 1 zu 1 von der Webseite von wolfgang wodarg stammt.

Nun ist das kopieren von vorgekautem Zeug für mich nicht gerade ein Beleg für 'eigenständiges Denken'. Nenne wir es doch eher 'betreutes Denken'. Zumindest wissen wir nun ja alle, wo du denken lässt. :D

Das schöne am Internet ist, dass dort jeder seine Wahrheit findet. Nur - alle können nicht recht haben, oder?

Vielen Dank!👃

Nun bildet wohl die Gruppe der Lehrer nicht unbedingt einen Querschnitt der Gesellschaft ab, aber immerhin würde ich vermuten, dass es eine Gruppe ist, die ihren Kopf durchaus auch zum Denken benutzt. Insofern wird daran erkennbar, wie die hiesige Bevölkerung offenbar zum Thema Corona steht. 🤣

Mein Favorit für die geringe Testanzahl ist und bleibt Faulheit. Würden die Test vor Ort stattfinden, dann wäre die volle Testanzahl erreicht... Das gleiche Problem hat die DKMS auch.

haben 300 Millionen Impfdosen bestellt.
https://youtu.be/Pv6tzWfDK-w

Und hoffentlich auch schon bezahlt?! 🤣

Bravo! Mal wieder alle Negativerwartungen bedient. Zunächst: von „Verweigerung“ kann nicht die Rede sein. Es gibt in den meisten Fällen keine Verpflichtung zum Test. Damit kann und muss sich auch niemand verweigern. Das Personal, das sich testen lassen muss, lässt sich garantiert nicht zweimal bitten. Aber als Titel macht „Verweigern“ natürlich mehr her als bspw. „nicht nutzen“ oder „nicht in Anspruch nehmen“.
Des Weiteren: Wer bitte findet es sinnvoll, sich ewig in durch Viren und sonstwas belastete Wartezimmer zu setzen, um dann einen präventiven PCR-Test zu machen, der am Ende nur eine Momentaufnahme ist? Und das dann aller 2 Wochen. LehrerInnen, ErzieherInnen u Co wissen ja sonst nicht, wie sie ihre Unmengen an Zeit verbringen sollen. Wenn in meiner Institution alles „ruhig“ ist, ist die Chance, sich bei dem xten Arztbesuch mit irgendwas anzustecken und in Schule, Kita usw zu verbreiten, wohl höher. Das ist eher rationale Abwägung als „Faulheit“oder „Verweigerung“.
Wenn es dann doch potenziell begründete Sorge gibt, hat man die für diesen Fall sinnvolle Option, sich sicherheitshalber und ohne langes Argumentieren testen zu lassen. So soll es doch sein, oder? Zudem liest man in denselben Medien, die pädagogischem Personal diese Vorwürfe machen, von unter Testansturm kollabierenden Arztpraxen. Würde sich alles pädagogische Personal regelmäßig testen lassen, gäbe es sicher die reißerische Überschrift: „Völlig hysterische Lehrerschaft lässt Coronatestlabore kollabieren“.
Eine letzte Frage bleibt: hat irgendeine/r der RedakteurInnen Kontakt zu der traktierten Berufsgruppe aufgenommen, um tatsächliche Motivationen für das Nichttesten zu erfahren? Gibt es bereits eine wissenschaftliche Studie, die Gründe wie Faulheit und Verweigerung belegt hat? Aber die Sonne scheint bestimmt auch nur zu dem einen Zweck, nämlich dass uns schön warm ist. Macht mal weiter...

Sehr guter Kommentar von Ihnen ...Okay, Faulheit spricht nicht für alle und ist vielleicht für einige ein Ergebnis aus allem, was sie gut erläutert haben, sprich die Frage nach der Motivation des Nichttesten. Für die Mehrheit der Lehrer/-innen und Co. ist die Situation sicherlich unbequem genug.

Also ich kann nicht erkennen, dass der Verfasser des Artikels einen Vorwurf erhoben hätte. Eine Wertung sehe ich in dem Artikel nicht. Es wird lediglich die Feststellung getroffen, dass die Nutzung des Angebots für Corona-Tests durch die Lehrer und Erzieher nun sagen wir mal eher marginal ist.
Es wird sodann über denkbare Gründe sinniert, die naheliegend sein könnten, ohne dass sich der Autor auf einen dieser Gründe als tatsächlich zutreffend festlegt.
Ich würde den Lehrern und Erziehern weder Faulheit noch eine demonstrative Verweigerungshaltung unterstellen. Ich würde vielmehr vermuten, dass sie einfach keinen Nutzen in den Tests für sich sehen. Was sollen die Tests bringen? Wenn der Test positiv ist, ist man also krank bzw. erstmal nur infiziert, da bleibt einem sowieso nur abzuwarten, ob man Symptome bekommt oder nicht. Und wenn der Test negativ ist, bringt einen diese Erkenntnis auch nicht weiter, da man sich theoretisch schon am nächsten Tag irgendwo anstecken könnte.

Unabhängig davon würde mich eine repräsentative Umfrage unter der Lehrerschaft und dem Kita-Personal, weshalb die angebotenen Test nicht in Anspruch genommen werden, durchaus mal interessieren.