MINISTERIUMS-ENTSCHEIDUNG

Lehrerin nach Rede bei rechter Demo vom Dienst suspendiert

Sie nahm an Demonstrationen rechter Gruppierungen teil und trat sogar als Rednerin vor 60 Neonazis auf. Ihr Engagement in der rechten Szene kostet eine Lehrerin nun wahrscheinlich den Job.
dpa
Ihren Beruf darf eine Lehrerin aus Vellahn vorerst nicht mehr ausüben.
Ihren Beruf darf eine Lehrerin aus Vellahn vorerst nicht mehr ausüben. Axel Heimken/Symbolbild
Schwerin/Vellahn.

Wegen ihrer Mitwirkung an rechtsextremen Demonstrationen hat das Schweriner Bildungsministerium eine Grundschullehrerin aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim vom Dienst suspendiert. Die Lehrerin werde zunächst so lange keinen Unterricht geben, wie die Überprüfung der Vorgänge dauere, sagte ein Ministeriumssprecher und bestätigte damit einen Bericht des Senders NDR 1 Radio MV. Zur Identität der Frau machte er keine genaueren Angaben.

Die in Vellahn tätige Pädagogin soll wiederholt an Demonstrationen rechter Gruppierungen teilgenommen haben. Fotos belegten, dass sie zuletzt am 6. Mai in Boizenburg als Rednerin bei einer Demonstration von rund 60 Neonazis aufgetreten sei. Die Veranstaltung habe unter dem Motto "Zukunft sichern und Zusammenhalt stärken - wir zeigen Gesicht gegen diese BRD!" gestanden und sich an Neonazis aus ganz Norddeutschland gerichtet, berichtete der NDR. Zu Beginn ihrer Rede habe die Lehrerin Internetseiten als Informationsquellen empfohlen, auf denen unter anderem rassistische Falschmeldungen und antisemitische Verschwörungstheorien verbreitet würden. Die Frau soll auch früher an Demonstrationen des nordöstlichen Pegida-Ablegers teilgenommen haben.

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