Kampfabstimmung

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Leif-Erik Holm neuer Vize-Vorsitzender der AfD-Bundestagsfraktion

Leif-Erik Holm bei einem Wahlkampfauftritt zur Landtagswahl 2016 in Schwerin. Hinten links steht Beatrix von Storch.
Leif-Erik Holm bei einem Wahlkampfauftritt zur Landtagswahl 2016 in Schwerin. Hinten links steht Beatrix von Storch.
Jens Büttner

Der AfD-Landeschef von MV wurde zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden der AfD-Bundestagsfraktion gewählt. Insgesamt gibt es fünf Stellvertreter, darunter Beatrix von Storch.

Leif-Erik Holm, der Landesvorsitzende der AfD in Mecklenburg-Vorpommern, konnte sich in der neuen AfD-Bundesfraktion ein wichtiges Amt sichern. Am Donnerstag wählte die Fraktion fünf stellvertretende Vorsitzende, darunter die Partei-Vize Beatrix von Storch und der AfD-Landesvorsitzende in Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm.

Der frühere Radiomoderator Holm konnte sich zunächst in einer Abstimmung gegen Beatrix von Storch durchsetzen. Später gewann von Storch dann die Abstimmung gegen mehrere Kandidaten, darunter Stephan Brandner aus Thüringen.

Ebenfalls zum Stellvertreter gewählt wurde nach Angaben aus Parteikreisen Roland Hartwig, der dem nordrhein-westfälischen Landesverband angehört. Der ehemalige Chefjurist eines Pharmakonzerns bezeichnet sich selbst als „konservativ-liberal”. Durchsetzen konnte sich auch Peter Felser aus Bayern. Er hatte vor 16 Jahren ein Reportage-Buch über den Bosnien-Einsatz der Bundeswehr geschrieben. Co-Autor ist der Verleger Götz Kubitschek, der als einer der Vordenker der Neuen Rechten gilt.

Holm weiterhin Abgeordneter im Landtag

Nach der Landtagswahl 2016 zog Holm in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern ein und wurde zum Vorsitzenden der neuen AfD-Fraktion gewählt. Bisher hat er noch nicht angekündigt, auf sein Mandat im Landtag verzichten zu wollen.

Holm erklärte ursprünglich, nach dem Erfolg bei der Landtagswahl nicht für den Bundestag kandidieren zu wollen. Letztendlich trat er aber doch an – als Direktkandidat im Wahlkreis 15, den bisher immer Angela Merkel (CDU) gewonnen hat. Auch zur Bundestagswahl 2017 änderte sich das nicht: Kanzlerin Merkel gewann mit 44 Prozent der Erststimmen. Holm landete mit 19,2 Prozent auf Platz zwei und zog über die Landesliste in den Bundestag ein.

Beatrix von Storch ist seit 2014 Mitglied im Europäischen Parlament. Holm war eine zeitlang bei ihr angestelt: als Leiter ihres Büros in Berlin.

Mit Material von dpa.

Kommentare (4)

einer aufstrebenden jungen Partei verlässt unser Bundesland. Im Bundestag wird er nun auf höherer Ebene die Interessen der AfD und des deutschen Volkes vertreten. Für seine neue Aufgabe wünsche ich ihm viel Glück.

Welches Talent meinen Sie denn genau? Im letzten Jahr hat er offensichtlich in M-V nichts reißen können. Die Fraktion zerfällt, den Rechtsaußen Weber bekam er nicht unter Kontrolle, Arppe und seine Chat-Kollegen de Jesus Fernandes und Hersel mit ihren Gewaltfantasien ebenfalls nicht, seinen Wahlkreis hat er haushoch gegen Merkel verloren, im Landtag war die AfD bis auf einige Eklats unauffällig. Achja, das Talent, offensichtlich in Berlin *und* Mecklenburg-Vorpommern gleichzeitig seinen ersten Wohnsitz zu haben - das hat er. Wie soll er denn da die Interessen der deutschen Bevölkerung vertreten? Meine Interessen vertritt er schon mal nicht. Also bitte die Lobhudeleien das nächste Mal etwas realistischer verfassen, dann glaubt Ihnen vielleicht sogar der eine oder andere.

kann man nicht kaufen. Auch kein Redetalent. Beides hat Leif-Erik Holm. Für einen Politiker ist es das weit mehr als die halbe Miete. Haben Sie ihn schon mal reden gehört? Ich schon. Der Mann sprüht förmlich vor Tatendrang. Man glaubt ihm jedes Wort.

Charisma und Redetalent ist mehr als die halbe Miete. Aha. Eine Vielzahl derer, die Holm und Konsorten gewählt haben, geben vor, bei den sogenannten etablierten Parteien die Inhalte zu vermissen, den Bezug auf deren konkrete Probleme. Und Ihnen genügen Charisma und Redetalent.