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Mathe ist immer noch wichtig – aber auch Kommunikation, Kreativität und kritisches Denken sollte häufiger in den Schulen gelehrt werden, findet unser Kommentator. Soeren Stache
Kommentar

Lerninhalte in den Schulen gehören auf den Prüfstand

Schnapsidee oder ernsthafter Ansatz? Die FDP-Idee zur 4-Tage-Woche legt den Fokus auf ein großes Defizit in der Bildungspolitik, meint unser Nordkurier-Reporter.
Schwerin

Spätestens seit Beginn der Corona-Pandemie weiß jeder, dass die Schule der beste Ort zum Lernen und für die altersgerechte Entwicklung der Kinder ist! Es gibt allerdings ein großes Aber: Die Lerninhalte sind mittlerweile in Teilen überholt. Sie müssen dringend den Anforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft angeglichen werden.

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Und genau dort kommt der FDP-Vorschlag ins Spiel. „Wissen ist eine Sache, aber viel wichtiger werden im Zuge der Transformation auf dem Arbeitsmarkt zukunftsfähige Kompetenzen. Dazu gehören Kommunikation, Kreativität und kritisches Denken“, heißt es von den Liberalen.

Deutsche Schüler mit Defiziten

Das Nachdenken über diese Sätze lohnt sich – unabhängig von der Feststellung, dass die Kernfächer in der Schule weiter wichtig bleiben. Denn Schule muss mehr sein, als 200 Jahre alte Gedichte auswendig zu lernen – und sie schon vier Wochen später wieder vergessen zu haben.

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Allein die Defizite deutscher Schüler beim Rechnen, Schreiben, Lesen und im Sozialverhalten erschweren den Eintritt in die Lebenszeit nach der Schule. Deshalb gehören die aktuellen Lerninhalte auf den Prüfstand – egal, ob in einer 4- oder 5-Tage-Woche.

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