Lutz Schumacher, Vorstandsvorsitzender des Leserhilfswerk Nordkurier e.V.
Lutz Schumacher, Vorstandsvorsitzender des Leserhilfswerk Nordkurier e.V. Conny Klein
Interview

Leserspenden sollen Geflüchtete in der Region unterstützen

Tausende Flüchtlinge aus der Ukraine sind in den vergangenen Wochen nach MV und Brandenburg gekommen. Mit einer Sonderaktion will das Leserhilfswerk des Nordkurier helfen.
Neubrandenburg

Das Leserhilfswerk des Nordkurier ruft zu Spenden für die Ukraine-Flüchtlinge auf. Lutz Schumacher, Geschäftsführer der Nordkurier Mediengruppe und Vorstandsvorsitzender des Leserhilfswerk Nordkurier e.V. erklärt, was es damit auf sich hat.

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Das Leserhilfswerk startet zusammen mit der Nordkurier Füreinander gGmbH eine Spenden-Sonderaktion zugunsten der Ukraine. Worum soll es dabei konkret gehen?

Ureigenes Anliegen des Leserhilfswerkes ist es, unverschuldet in Not geratenen Menschen in unserer Region zu helfen. Daran knüpft die Idee für diese Sonderaktion an. Millionen Menschen befinden sich inzwischen auf der Flucht vor den Schrecken dieses fruchtbaren Krieges in der Ukraine. Sehr viele von ihnen haben auch bereits hier in der Region Zuflucht gesucht und gefunden. Für sie sind die Spenden aus unserer Sonderaktion gedacht.

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Wie sollen die Zuwendungen aussehen, die das Leserhilfswerk geben möchte?

Die Menschen konnten kaum etwas mitnehmen auf ihrer Flucht. Die nötigsten Dinge sind ihnen vielfach schon durch andere Hilfen zur Verfügung gestellt worden – von Kleidung bis Hygieneartikel. Aber um einen halbwegs normalen Alltag zu erleben, braucht es viel mehr. So sollen die Kinder hier in die Schule gehen, dazu benötigen sie Unterrichtsmaterial und natürlich einen Ranzen, eine Sporttasche.

Wir müssen zudem wohl davon ausgehen, dass viele der Geflüchteten selbst nach einem hoffentlich recht baldigen Ende des Krieges noch hierbleiben, weil ihre Stadt, ihr Dorf, ihr Zuhause zerstört ist. Sie ziehen in eine eigene Wohnung. Was da oft fehlt, sind technische Geräte – Waschmaschine, Kühlschrank, Wasserkocher. Eben dort soll die Leser-Hilfe ansetzen. Aber auch psychologische Hilfe nach all den traumatischen Erlebnissen wollen wir unterstützen.

Woher erfährt der Vorstand des Leserhilfswerkes, wo die Hilfe gebraucht wird?

Dazu arbeiten wir eng zusammen mit den Kreisverbänden des Deutschen Roten Kreuzes in unserer Region. Sie betreuen Geflüchtete aus der Ukraine und wissen am ehesten, welche Unterstützung am dringendsten ist. Und sie haben die nötigen Kontakte.

In welcher Form werden Spenden angenommen?

Wir beschränken uns dabei ausschließlich auf Geldspenden. Dafür hat das Leserhilfswerk ein Sonderkonto eingerichtet. Aus den eingehenden Spenden werden wir gemeinsam mit den Kreisverbänden des Deutschen Roten Kreuzes die benötigten Dinge ankaufen und an die Geflüchteten weitergeben.

 

Ukraine-Hilfe

Leser helfen ukrainischen Geflüchteten in der Region – das ist Anliegen dieser Sonderaktion von Leserhilfswerk Nordkurier e.V. und Nordkurier Füreinander gGmbH gemeinsam mit den Kreisverbänden des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Region. Spenden von Nordkurier-Lesern sollen Schutzsuchenden aus der Ukraine zwischen Haff und Müritz, zwischen Mecklenburgischer Schweiz und Uckermark helfen, damit diese hier in Ruhe und etwas sorgenfreier leben können. Um den Angriffen und Kämpfen in ihrer Heimat zu entkommen, konnten sie oft nur retten, was in eine Tasche oder einen Koffer passt. Der Bedarf an Hilfen ist sehr groß.
Unterstützt wird die Aktion von der Neubrandenburger Wohnungsgenossenschaft und der Mecklenburgischen Versicherung. 
Wenn Sie den Geflüchteten helfen möchten, überweisen Sie bitte Ihre Spende: 

Das Spendenkonto
Sparkasse 
Neubrandenburg-Demmin:
IBAN: DE43 1505 0200 3010 4026 00
BIC: NOLADE21NBS
Kennwort: Ukraine

Empfänger:
Leserhilfswerk Nordkurier e.V.

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