Konferenz bei Wismar
Linke fordern kostenlosen ÖPNV für alle

Simone Oldenburg, stellvertretende Parteivorsitzende der Partei Die Linke, fordert «Mobilität für alle» (Archivbild).
Simone Oldenburg, stellvertretende Parteivorsitzende der Partei Die Linke, fordert „Mobilität für alle” (Archivbild).
Britta Pedersen

Der Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs ist nicht nur für die Umwelt gut. Für die Linken ist er mehr: der Schlüssel für gleichwertige Lebensverhältnisse für die Menschen in den ländlichen Räumen.

Die Linken in Bund und Ländern haben einen attraktiveren Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) gefordert. In einem ersten Schritt müsse er für Schüler, Auszubildende und Studenten kostenlos werden, sagte die Chefin der Linksfraktion im Schweriner Landtag, Simone Oldenburg, am Samstag in Gägelow bei Wismar bei der Fraktionsvorsitzenden-Konferenz von Bund und Ländern.

Künftig werde die kostenfreie Nutzung des ÖPNV für alle angestrebt. In der Mecklenburgischen Seenplatte können bereits alle Kinder im Landkreis mit Beginn des neuen Schuljahres kostenfrei mit dem Bus zur örtlich zuständigen Schule fahren.

Der Nahverkehr müsse so organisiert sein, dass er zur sozialen Gerechtigkeit beiträgt. Zur geforderten „Mobilität für alle” gehörten eine auskömmliche Finanzierung und ein verbessertes Angebot. „Das, was jetzt schon da ist, soll besser genutzt werden”, so Oldenburg. Auch die Barrierefreiheit und die Einführung von Sozialtickets gehörten dazu.

Wechsel in der Verkehrspolitik angemahnt

Kristina Vogt von der Bremischen Bürgerschaft verwies auf die Umweltproblematik: „Ein guter Nahverkehr mit Bus und Bahn entlastet Städte von Autos, Parkplatzproblemen, Lärm und Luftverunreinigung.” Studien zeigten, dass gerade Menschen mit niedrigem Einkommen hauptsächlich mit dem ÖPNV unterwegs sind. Ein gutes Nahverkehrsangebot in ländlichen Räumen sei der Schlüssel für gleichwertige Lebensverhältnisse.

„Für eine Verkehrswende reicht kein Rumdoktern an Symptomen. Die Infrastruktur der Bahn wurde über Jahrzehnte vernachlässigt”, betonte Dietmar Bartsch, Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag. Er mahnte einen generellen Wechsel in der Verkehrspolitik an. Der Bund müsse die Kommunen beim Nahverkehr weiter und besser unterstützen.

Kommentare (2)

waren die Kommunisten schon immer ganz groß. Wer es bezahlen soll scheint auch schon klar: der deutsche Steuerzahler. Doch die Benutzer des Öffentlichen Verkehrs sind eine Minderheit. Gutverdiener mit zwei SUVs vor der Tür interessieren sich einen Dreck für den ÖPNV.

Die wenigsten Anhänger und Mitglieder der Linken sind Kommunisten. Übrigens: die Steuereinnahmen werden zur Deckung des allgemeinen Finanzbedarfes des Gemeinwesens verwendet. Ab Klassenstufe 8 wird dies an deutschen Schulen gelehrt. Anders funktioniert ein Staat nicht.