WEGEN THÜRINGEN

Linken-Demo bei FDP-Termin in Greifswald

Vor einer Parteiveranstaltung der FDP in Greifswald haben sich am Mittwochabend Demonstranten versammelt, um gegen die Wahl von Thomas Kemmerich zum Thüringer Ministerpräsidenten zu demonstrieren.
Der Generalsekretär der MV-FDP, David Wulff, stellte sich in Greifswald den rund 50 Demonstranten.Foto: Philipp Schuilz
Der Generalsekretär der MV-FDP, David Wulff, stellte sich in Greifswald den rund 50 Demonstranten.Foto: Philipp Schuilz
Greifwald.

Es war eine schon länger geplante Veranstaltung der FDP in Vorpommern, doch sie wurde am Mittwochabend überrannt von den Ereignissen des Tages: Vor dem „Liberalen Abend“ der Greifswalder FDP formierten sich rund 50 linke Demonstranten zu einer spontanen Kundgebung, um ihren Protest gegen die Wahl von Peter Kemmerich (FDP) zum Ministerpräsidenten in Thüringen auszudrücken. Vor Ort waren Vertreter der Linken und der SPD, auch Mitglieder des Aktionsbündnisses „Greifswald für Alle“ gingen auf die Straße und protestierten friedlich.

[Video]

FDP ebenfalls uneins über Bewertung der Ereignisse

Mehrere FDP-Politiker suchten das Gespräch mit den Demonstranten, wobei sich zeigte, dass auch innerhalb der Liberalen konträre Ansichten über die Vorgänge in Thüringen (Kemmerich wurde auch mit AfD-Stimmen gewählt) herrschten. Der aus Greifswald stammende Generalsekretär der MV-FDP, David Wulff, war der einzige, der die Wahl von Kemmerich eindeutig begrüßte – wenngleich er klarstellte, dass die FDP weder im Nordosten, noch in Thüringen mit der AfD zusammenarbeiten werde. Bei Wulffs Parteifreunden herrschte hingegen die Ansicht vor, dass Kemmerich sich mit den Vorgängen des Tages zu sehr bei der AfD angebiedert habe.

So sahen es naturgemäß auch die Demonstranten. Sie zeigten unter anderem Schilder mit der Aufschrift: „Lieber mit Faschisten regieren als nicht regieren“ – in Anlehnung an ein Zitat von FDP-Chef Christian Lindner, der Ende 2017 die Verhandlungen zu einer Jamaica-Koalition auf Bundesebene mit dem Satz „Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren“ für beendet erklärt hatte.

 

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Greifwald

Kommende Events in Greifwald

zur Homepage

Kommentare (8)

Es ist in Thüringen ein MP gewählt worden. Es steht noch keine stabile Regierung, keine Minister und es sind keine Gesetze beschlossen worden! Ramelow wollte in der Minderheit regieren. Nun regiert der FDP-MP in der Minderheit. Der Rest ist Demokratie. Die Verstörten auf der Straße, auch in HGW, blöken umher und spalten die Gesellschaft, weil sie nicht versehen, was Demokratie bedeutet!

mehrheitlich aus dem Westen! Solche, die unserer einzigen Universität in Pommern den Namen Ernst Moritz Arndt genommen haben. Dem größten Pommern aller Zeiten!

.. das paktieren mit den Nazis zulässt, ist sie dringend reformierungswürdig.

nur aus anderen Gründen.....

Kaum gibt es ein Ergebnis, dass dem politischen Establishment nicht passt, schicken die angeblichen Demokraten ihre Bodentruppen los, um alle anderen einzuschüchtern. Das Privathaus von Kemmerich, wurde auch gleich besucht.

https://www.mdr.de/thueringen/landtagswahl/farbanschlag-auf-wohnhaus-von-fdp-spitzenkandidat-kemmerich-100.html

Wenn ich schon Strandvogt lese.....

Was wäre passiert, wenn die AfD Ramelow zum Ministerpräsidenten gewählt hätte und Ramelow und Höcke beim Händeschütteln fotografiert oder im Blumenstrauß-Duell beobachtet? Sicherlich ganz großer Ekel auch bei SPD und Grünen, da man sich nicht von der AfD wählen lassen möchte. Vermutlich hätte man der AfD vorgeworfen, dass diese sich nicht rechtsextrem genug verhalte.

Na, ich wähle dann doch besser AFD bevor ich mir das Auto abbrennen lasse.