MANUELA SCHWESIG

Lockerungen erst nach Rückgang der Corona-Infektionszahlen

MV-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sieht in der Corona-Krise noch einen langen Weg vor uns. Deshalb müsse an strengen Maßnahmen festgehalten werden.
dpa
MV-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hält Lockerungen der Corona-Schutzvorkehrungen erst nach einer deutlic
MV-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hält Lockerungen der Corona-Schutzvorkehrungen erst nach einer deutlichen Reduzierung der Infektionszahlen für verantwortbar. Jens Büttner
Schwerin ·

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hält Lockerungen der aktuell strengen Corona-Schutzvorkehrungen erst nach einer deutlichen Reduzierung der Infektionszahlen für möglich und verantwortbar. „Wir können erst dann größere Lockerungen vornehmen, wenn wir auch über einen längeren Zeitraum wieder Inzidenzwerte von deutlich unter 50 haben”, sagte Schwesig der dpa in Schwerin. Nach Angaben von Fachleuten sind deutlich weniger als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen Voraussetzung dafür, Infektionswege nachvollziehen und Ansteckungen verringern zu können.

Mehr lesen: Zehn Corona-Tote an nur einem Tag in Mecklenburg-Vorpommern

Vor der für den 5. Januar geplanten Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) machte Schwesig deutlich, dass für sie der Schutz der Gesundheit und die Situation der Kinder zentrale Punkte seien. „Schulen und Kitas haben Priorität”, betonte Schwesig.

Mehr lesen: ▶ Die Hälfte aller Corona-Toten der Seenplatte kommt aus Friedland

Zwar sollten, wo immer möglich, die Kinder zu Hause betreut werden und lernen, erklärte Schwesig. Doch werde die Betreuung für jüngere Schüler nach dem Ende der Weihnachtsferien vom 4. Januar an wieder sichergestellt. „Wir wollen, sobald die Infektionszahlen es zulassen, schrittweise zum Präsenzunterricht zurückkehren”, sagte Schwesig.

Langfristiger Erfolg als Maßstab

Für Tourismus und Gastronomie sieht die Schweriner Regierungschefin kaum Möglichkeiten für eine rasche Aufhebung der für diese Bereiche geltenden Beschränkungen. „Mit dem Beginn der Impfungen eröffnet sich der Weg, Schritt für Schritt aus der Pandemie herauszukommen. Doch ist dies noch ein langer Weg, die Vermeidung von Kontakten damit weiterhin unerlässlich, um die Ansteckungen eindämmen zu können”, erklärte Schwesig.

Auch wenn es staatliche Hilfen zu Linderung der Umsatzverluste gebe, sei das für die betroffenen Branchen sehr schmerzlich, räumte sie ein. „Aber in einer Krise muss die Regierung Entscheidungen treffen. Wir beraten uns mit Fachleuten und wägen genau ab”, versicherte Schwesig. Nicht der kurzfristige, sondern der langfristige Erfolg sei für sie dabei der Maßstab.

„Ich bin sehr froh darüber, dass wir trotz einer auch bei uns massiven zweiten Welle in Mecklenburg-Vorpommern weiter bundesweit mit die niedrigsten Corona-Zahlen haben. Das kommt nicht von allein. Dafür braucht man klare Regeln. Die zweite Welle zeigt, dass es manchmal besser ist, Einschränkungen hinzunehmen. Was hatten diejenigen davon, die im Oktober die Testpflicht für Reisen aus Risikogebieten weggeklagt haben? Jetzt sind Hotels ganz geschlossen”, so Schwesig.

Verlängerung des Lockdowns

Seit Oktober waren bundesweit die Infektionszahlen nach oben geschnellt, in Sachsen etwa zwischenzeitlich auf eine Inzidenz von über 400. In Mecklenburg-Vorpommern wuchsen die Neuinfektionen zwischenzeitlich auf knapp 100 Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Über die Feiertage sank der Inzidenzwert unter 80, steigt seither aber wieder. Das Robert Koch-Institut wies darauf hin, dass Weihnachten weniger Menschen zum Arzt gingen, wodurch es auch weniger Corona-Tests gebe. Gleiches könnte für das lange Silvester-Wochenende gelten.

Schwesig geht davon aus, dass erst Mitte Januar die Auswirkungen von Weihnachten und Silvester auf die Infektionszahlen klar erkennbar sind. „Wir müssen uns wohl darauf einstellen, dass die aktuellen, sehr weit gehenden Corona-Schutzmaßnahmen über den 10. Januar hinaus verlängert werden”, sagte Schwesig.

JETZT NEU: CORONA-UPDATE PER MAIL

Der tägliche Überblick über die Fallzahlen, aktuellen Regelungen und neuen Entwicklungen rund um das Corona-Virus in Mecklenburg, Vorpommern und der Uckermark.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Schwerin

zur Homepage

Kommentare (12)

wird es kein Ostern,Pfingsten,Weihnachten,Silvester oder irgendeine Veranstaltung geben.
[Frage d. Red.: Wie kommen Sie zu dieser Meinung? Könnten Sie uns bitte die päpstliche/EKD-Verfügung zur Abschaffung der christlichen Feiertage sowie die Aussetzung des kalendarischen Jahreswechsels zusenden? Vielen Dank und trotz allem einen ruhigen und gesunden Jahreswechsel. Ihre Redaktion]
Schöne neue Welt...ach ne,schönes neues Jahr.
Guten Rutsch!

Zumindest nicht vor den anstehenden Wahlen.

Sehr geehrte Redaktion,
gemeint ist hier sicher nicht die Abschaffung der Feiertage, sondern das es keine traditionell üblichen Feierlichkeiten / Veranstaltungen geben wird.
Tendenzielle Aussagen zum Andauern der Maßnahmen sind schon in den "Mainstream-Medien" publiziert:

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/corona-impfstart-virologin-brinkmann-100.html

Zitat: "Beschränkungen werden uns bis Ende 2021 begleiten"

Gebrochen

...schon im April 2020 wussten. Ich tippe auf frühestens 2023. Wenn nicht vorher wegen der Corona-Hysterie die Bürger sich blutig diskutieren, wer mehr Recht habe - die Panikverbreiter oder die Verharmloser. Die Mehrheit steht dazwischen und ist geerdet.

hat es öffentlich verkündet: Die Pandemie dauert 4 Jahre, der Wiederaufbau 10. Da sind Sie mit 2023 echt optimistisch 😁

Ein Richter hat Verfassungsbeschwerde eingereicht gegen Bestimmungen des Infektionsschutzgesetzes, die SARS-CoV-2-Verordnung und die SARS-CoV-2-Quarantäne-Verordnung von Brandenburg und Berlin. Weiterhin gegen das Handeln der Bundeskanzlerin und der 16 Landesfürsten und -innen.

Prof. Aigner hat die Leopoldina verlassen mit den Worten:

„Ich kann es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, ein Teil dieser Art von Wissenschaft zu sein.
Ich möchte einer Wissenschaft dienen, die einer Fakten-basierten Aufrichtigkeit, einer ausgewogenen Transparenz und einer umfassenden Menschlichkeit verpflichtet ist.“

Sie gehen im nächsten Jahr zu allen Beerdigungen der Coronatoten und erzählen Ihren Unsinn den Angehörigen. Mal sehen, wie weit Sie kommen...

Aber die Rede hält jeder Angehörige.

Ja, Königin Sissi S. wird immer fetter.

Hüftbreite wecken schonmal Assoziationen. An der Haltung der Hände muss sie noch arbeiten.

Man was zieht die sich unbetont an? Die Oberschenkel und die breite Hüfte und das alles in Braun. Liegt sicherlich an den Krebsmedikamenten. Oder sind das erste Anzeichen und Nebenwirkungen vom impfen?