140 Nutztiere gerissen

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Lorenz Caffier fordert Abschussregelung für Wölfe

«Es wird Zeit, dass in Deutschland die 'Entnahme der Tiere' endlich verbindlich geregelt wird», erklärte MV-Innenminister Lorenz Caffier (CDU).
„Es wird Zeit, dass in Deutschland die 'Entnahme der Tiere' endlich verbindlich geregelt wird”, erklärte MV-Innenminister Lorenz Caffier (CDU).
Klaus-Dietmar Gabbert

Die Zahl der Wolfsrisse hat einen neuen Rekord erreicht. MV-Agrarminister Till Backhaus (SPD) bekommt daher nun Unterstützung von Innenminister Caffier (CDU).

Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD) bekommt beim Umgang mit dem Wolf Unterstützung von CDU-Innenminister Lorenz Caffier. „Es wird Zeit, dass in Deutschland die 'Entnahme der Tiere' endlich verbindlich geregelt wird”, erklärte Caffier bei einem Bürgerforum in Löcknitz (Kreis Vorpommern-Greifswald). Ein Bürgermeister aus der Region hatte große Probleme der Tierhalter mit Wölfen und mit Bibern geschildert. „Ich möchte nicht erleben, dass erst ein Mensch angefallen wird”, ergänzte Caffier. Er sei als Minister zwar nicht für das Thema zuständig, aber das sei seine persönliche Meinung.

Dringend handeln sollte vor allem das Bundesumweltministerium, sagte Caffier. Man dürfe nicht warten, bis „was ganz Schlimmes passiert.” Backhaus hatte mehrfach Regeln verlangt, damit Raubtiere vergrämt oder erlegt werden können, wenn sie sich Menschen oder Nutztieren zu sehr nähern.

Im Nordosten wurden 2018 mehr als 140 Schafe, Rinder und andere Nutztiere von Wölfen gerissen, so viele wie noch nie. Zuletzt war am 31. Oktober eine Schafherde in Südwestmecklenburg betroffen, die mit E-Zaun gesichert war.

Mehr als 50 Schafe wurden getötet oder schwer verletzt. Bauern- und Schafzuchtverbände fordern von der Bundesregierung verbindliche Regelungen für Wölfe. Im Süden Mecklenburg-Vorpommerns und im Norden Brandenburgs leben Experten zufolge mindestens fünf Wolfsrudel.

Kommentare (1)

Hier hilft nur eine ganz schnelle Regelung, innerhalb von maximal drei Tagen. Es ist Gefahr in Verzug. Der Wolfsbestand muss drastisch um zwei Drittel verringert werden. Und selbst dann sind es noch zu viele. Herr Caffier, bemühen sie sich bitte schnellstens. Sie haben die Möglichkeiten.