Kehrtwende bei Lufthansa
Lufthansa steigt wieder als Sponsor in Kranichschutz ein

Der Kranichschutz und damit das Informationszentrum in Groß Mohrdorf bekommen doch wieder Unterstützung von Lufthansa.
Der Kranichschutz und damit das Informationszentrum in Groß Mohrdorf bekommen doch wieder Unterstützung von Lufthansa.
Stefan Sauer

Der Ausstieg der Lufthansa aus dem Kranichschutz hatte im Herbst einen Proteststurm ausgelöst. Jetzt gibt es die Kehrtwende. Das kommt auch Kranichfreunden in Vorpommern zugute.

Der Kranichschutz und damit das Informationszentrum in Groß Mohrdorf (Vorpommern-Rügen) bekommen nun doch wieder Unterstützung von der Lufthansa Group. Der Luftfahrtkonzern und Kranichschutz Deutschland wollen ihre Kooperation fortsetzen, sagte eine Sprecherin der Lufthansa Group am Mittwoch.

Derzeit liefen entsprechende Gespräche mit dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu) als Gesellschafter der Kranichschutz Deutschland gGmbH. Im Herbst hatte der Luftfahrtkonzern nach 26 Jahren seinen Ausstieg als Sponsor für den Kranichschutz angekündigt, was zu Protesten geführt hatte.

„Wir sind froh, dass die Unsicherheit jetzt beendet ist und wir unsere Arbeit fortsetzen können”, sagte Günter Nowald, Geschäftsführer der gemeinnützigen Kranichschutz gGmbH. Er rechne damit, dass der neue Vertrag noch im Februar unterschriebe werde. Die Tochtergesellschaft des Naturschutzbundes betreibt unter anderem ein Kranich-Informationszentrum an einem der bedeutenden Rastplätze Deutschlands im vorpommerschen Groß Mohrdorf.

Kranich hat großen Stellenwert für Lufthansa

Lufthansa hatte das Sponsoring-Aus im Herbst mit einer neuen Schwerpunktsetzung seines Engagements begründet. Der Konzern wolle die Förderung auf soziale Hilfsprojekte in der Welt und die humanitäre Soforthilfe im Katastrophenfall konzentrieren, hieß es damals.

Bei vielen Fluggästen und bei Mitarbeitern der Lufthansa kam das nicht gut an: „Wir haben nach dem Rückzug sehr viel Unterstützung von Lufthansa-Mitarbeitern und Bürgern erfahren”, sagte Nowald. Einige hätten angekündigt, den Kranich jetzt mit privaten Spenden unterstützen zu wollen. Das zeige, welchen Imagewert der Kranich für das Unternehmen habe.